
Dementi
oder
Aliens auf dem 2002er Sommertreffen in
Wiltz
Laut Pressegesetz haben wir uns
verpflichtet, die folgende Richtigstellung zu veröffentlichen:
Falsch ist, was gerüchteweise
immer wieder in der Entenszene kursiert, dass auf dem
Sommertreffen in Wiltz keine Lagerfeuer mehr zugelassen sind,
seit das Pfadfinderheim abgebrannt war.
Richtig ist vielmehr, dass in
Wiltz ein ordnungsgemäßes Laberfeuer von beachtlichen
Ausmaßen abgebrannt wird. Richtig ist weiterhin, nur das
Abbrennen von Holz statthaft ist, nicht jedoch von Autoreifen,
Altöl, Sofas oder Heizungs-Ausdehnungsgefäßen.

Falsch ist, dass alle
Aliens 1999 auf dem Welttreffen in Griechenland geblieben sind
(siehe Bericht der Happyents von Griechenland).

Richtig ist vielmehr,
dass die Hessischen Doppelweck-Aliens in Wiltz erneut ihr
Unwesen trieben.

Falsch ist weiterhin,
dass Wiltz in Norddeutschland oder Süddeutschland liegt.
Richtig ist vielmehr,
dass Wiltz in der Luxemburger Schweiz liegt und damit neutralen
Boden zur Überwindung des überflüssigen Grabens zwischen
manchen nord- und süddeutschen 2CV-Fahrern bietet. Richtig ist
ferner, dass es mir als gebürtigem Potti (=Norddeutschland)
gelang, mich prächtig mit Entenfahrern aus Süddeutschland zu
verstehen.

Falsch ist, dass in
Luxemburg ein deutscher Dialekt gesprochen wird.
Richtig ist vielmehr,
dass Letzebuërgisch seit 15 Jahren als eigene Sprache gehandelt
wird. Falsch ist, dass man als Deutscher viel davon versteht.
Beispiel: Ein Luxemburger teilte allen Besuchern Sonntag Morgen
um 8 Uhr mehrfach lautstark etwa folgenden Wortlaut mit: "Moieklockhatgebellt!"
Richtig ist ferner, dass der Großherzog Französisch
spricht. Deshalb sind im Letzebuërgischen Accidenten passeirt,
bei denen de Passageiren blesseirt genn sind. Wegen des
"ë" in "Letzebuërg" lieben die
Letzebuërger alles was ein e mit zwei Punkten hat, z.B.
Citroën.
Falsch ist, dass
Luxemburg klein ist.
Richtig ist vielmehr,
dass man die 54 km Straße von Luxembourg Stadt bis Wiltz so
auslegen kann, dass man über eine Stunde dafür braucht. Das
liegt unter Umständen daran, dass Luxemburg im Laufe der
Geschichte schon viel größer war. Um es in die heutigen,
kleineren Landesgrenzen zu bekommen, musste man in der
Luxemburger Schweiz das Land teilweise zusammenfalten und die
Straßen auf und ab über die Falten verlegen.
Falsch ist, dass
Modellautorennbahnen nur was für kleine Jungen sind.
Richtig ist vielmehr,
dass das Zylinderkopfdeckel-Rennmodell "Brenda" von
einem erwachsenen Mann aus einem 2CV-Zylinderkopfdeckel, einer
Gummipuppe, Resten eines Skateboards und weiteren
unidentifizierten Zutaten angefertigt wurde und das schönste
Zylinderkopfdeckel-Rennauto der Welt ist. Richtig ist auch, dass
das Modell "blaue Federboa" mindestens genauso schön
ist.

Falsch ist, dass
heutzutage noch A-Modelle verloren gehen.
Richtig ist vielmehr,
dass ich eine Acadyane namens Bastian, die ich vor Jahren von
Saarbrücken nach Lampertheim verkauft hatte, nun mit dem
Luxemburgischen Kennzeichen "CV 202" und einem sehr
netten neuen Besitzer aus Luxemburg wiedergetroffen habe.

Falsch ist, dass man
auf Ententreffen verhungern muss.
Richtig ist vielmehr,
dass jeder Essen für alle mitbringt und deshalb Samstag als
erstes eingekauft werden muss. Richtig ist auch, dass viele
Köche den Brei nicht verderben.

Falsch ist, nicht nach
Wiltz zu fahren.
Richtig ist vielmehr,
dass wir uns bei dem Letzebuërger Club ganz herzlich für das
mit stoischer Beharrlichkeit seit Jahrzehnten zwei mal im Jahr
ausgerichtete Treffen bedanken und auch nächstes Mal wieder
dabei sein werden.
Bis dann,
Karsten Schreiber, Happy
Ents Saarbrücken
Artikel mit freundlicher Genehmigung entnommen aus www.happyents.de

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