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Alles ist wahr !!!Eindrücke von meiner ersten USA-Reisevon MiXael Es ist wahr: die Freiheitsstatue steht NICHT in New York, sondern in New Jersey!
Bisher formte sich mein Bild der Vereinigten Staaten von Amerika aus Film, Fernsehen und Büchern z.B.:
etc. Alles ist größer. Ist richtig. In der Schule hatten wir zwar die Deutschlandkarte auf die USA-Karte gelegt, das war aber reine Theorie. In der Praxis zeigt sich, dass ein 3 cm langes, gerades Strichelchen auf der Karte von z.B. "North Carolina" in der rauen Wirklichkeit 170 km geschlängelte Straßen durch die "Backwoods" bedeutet. Hier tritt der gleiche Effekt auf wie in Finnland, nach 50 km im Wald kommt ein Haus, da wohnen Leute - aber warum? (Siehe Bericht von der Raid Laponie 2002). Ein freundlicher Park-Ranger, den wir in einem der zahlreichen National bzw. State Parks trafen, meinte: "Hier im Osten ist alles so gedrängt...,"
"....da fährt man bloß stundenlang irgendwohin. Bei uns zuhause im Westen in Colorado, da fährt man Tage!" Yes. Die Fahrzeuge sind größer Das ist richtig.
Wenn so ein 40-Tonner auf dem Highway vorüberdonnert, ist er schon 8 Meter an mir vorbei und ich kann das hintere Ende des Fahrzeugs immer noch im Innenspiegel sehen! "Limit 55 mph? Nää, 'schab ja was zu liefern" "WITHOUT TRUCKS USA STOPS!" Kann gut sein, also sagen wir: 75 mph (130 km/h)
Warum allerdings manche
Limousinen so "gestretcht" waren, konnten wir nicht
herausfinden. Vermutung: Die Herrschaften möchten gerne den
allzu nahen Kontakt zu Domestiken wie z.B. Chauffeuren
möglichst vermeiden oder auf ein noch erträgliches Maß
reduzieren. |
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Die Häuser sind größer. Ist wahr. Naja, über New York muss ich nicht viel sagen, also nur zwei Bildle.
Die Amis haben von gutem Essen keine Ahnung Hm, jein. Ich wurde vorgewarnt, dass der Kaffee völlig ungenießbar sei. Stimmt nicht, es sei denn, die Wahl fällt auf seltsame Sorten: "Vanilla-Chocolate-Flavor", "Hazelnut-Flavor" bis hin zu "Eingeschlafene Füße-Flavor". Der normale Kaffe ist gut, besonders an Tankstellen. Dort ist er auch am billigsten. Da ich gerade bei Getränken bin: Ein Mitreisender verübte einen heimtückischen Anschlag auf mich bzw. meine Geschmacksnerven: Ich sollte mal einen Schluck "Root Beer" versuchen. Die harmlose Bezeichnung ließ mich zunächst an Malzbier oder so denken. Dem folgenden Entsetzen nach dem ersten (und letzten) Schluck ist keine sprachliche Darstellung gewachsen. Denkt euch eine Mischung aus Domestos-Reiniger, aufgelösten Klo-Steinchen und Himbeer-Gummibärchen. Der Pappbecher war anschließend nicht mehr zu gebrauchen!!
Die Sache mit den Hamburgern ist in den Fastfood-Läden so wie in Deutschland. In sog. "Diners" oder auch "Family Diners" sind sie (und die Pommes und der Salat und ....die Bedienung) meist besser, ich empfehle aber mexikanische Restaurants wie "Rio Grande" in Jonesboro, Georgia. Chinesische, japanische, italienische Salat-, Nudel- und Pizzabuden gibt es überall in den Städten, aber nicht hinten auf dem Land. Vom Verzehr eines "Hot Dog" rate ich ab.
Alles ist voller Warnschilder (Schild: Bitte beachten Sie alle Schilder!) Richtig. Rund ein Drittel der Amis sind Rechtsanwälte, die der anderen Hälfte helfen, die anderen drei Viertel zu verklagen oder so. Klartext: Für Doofe, die nicht begreifen, dass ein heißer Kaffee heiß ist oder wenigstens heiß sein KÖNNTE, steht auf dem Becher aus Polystyrol oder Pappe immer drauf: "Warnung: Diese Tasse könnte heißen Stoff enthalten!" Der Klassiker: auf jedem Außenspiegel - an amerikanischen Autos - steht auf dem Glas: "Objekte im Spiegel sind näher als sie erscheinen" Darauf wäre ich so ohne weiteres nicht gekommen. Etwas mehr Sinn macht: "Die Brücke kann eher einfrieren als die Straßenoberfläche" Hört, hört! "Rutschig, wenn feucht" Klar, der erste, der im Supermarkt auf den Hintern fällt und es steht kein Schild da, wird sofort auf mehrere Millionen Schmerzensgeld klagen und höchst vermutlich Recht bekommen! Auf einem Tütchen Erdnüsse stand auf der Rückseite: Hinweis für Allergiker: "Vorsicht, könnte Nüsse enthalten". Tja. Auch auf der Toilette wird man nicht über das korrekte Verhalten im Unklaren gelassen.
Andere Schilder waren da schon ernsterer Natur!
Autos unter 1,5 Liter Hubraum gelten als Rasenmäher Ist wahr. Ein Pickup, noch vor Limousinen das Standard-Fahrzeug schlechthin, hat normalerweise mindestens einen V6-Motor oder besser einen V8 mit 5 bis 7 Litern Hubraum (305er bis 427er) und so 300 PS, Automatik, Power Steering, Klimaanlage. Damit lässt sich z.B. total entspannt zum Friseur fahren. Energieverschwendung? Welche Energie??
Wir machten uns die Mühe, den Hubraum und den Verbrauch unseres 2CV-Motors auf amerikanische Verhältnisse umzurechnen. Hubraum: 37 cubic inches - Verbrauch: 39 miles per gallon. Reaktion auf die Antwort: "Oh mein Gooott", 2-Zylinder-Motor: "Ich kann es nicht glauuuben!" Und immer: "Welches Jahr?" "1963" "Gute Güüte!" Allerdings waren alle Reaktionen positiv und führten zu vielen netten Gesprächen. Auch Harley-Davidson-Biker winkten mit nach oben gerecktem Daumen. Wie jetzt? Gemeinschaft der Zweizylindrigen? Nee, wahrscheinlich hat eher die "Outlaw-Erscheinung" von Marlene gewirkt.
Die Kühlschränke sind riesig, alles ist immer gekühlt, voller Eis ... Stimmt. Zunächst nervt es. In jedem nicht alkoholischen Getränk ist 50-70% Eis drin. Manchmal auch im Rosé-Wein. Als ich das erste mal bei einer Außentemperatur von 38°C - passend in T-Shirt und Shorts gewandet - einen auf 18°C herabgekühlten Supermarkt betrat, wünschte ich mir als erstes einen schönen warmen Schi-Anzug und eine Wollmütze. Beim Verlassen des Etablissements: "PAFF" Wieder der Hitze-Hammer in die Fr... Es hieß, als Ausgleich sei das Gebäude im Winter auf 28°C geheizt (innen)! Na also, geht doch. Die Sache ein bisschen großräumiger betrachten! Energieverschwendung? Welche Energie?? Schließlich ist es so weit, dass ich freiwillig nach Eis Ausschau halte, denn das amerikanische Bier ist nur eiskalt zu genießen. Bier? Welches Bier??
Die Amerikaner sind sehr nett Ist auch richtig. Überall wurden wir freundlich begrüßt. "Keep smiling". Gut, das ist ein Standard; jedenfalls kann man so sehr entspannt miteinander umgehen. Miese Laune sah' ich nirgends, höchstens ein paar zurückhaltende Leute, die mit den seltsamen Europäern nichts Rechtes anzufangen wussten. Lieber einmal mehr lächeln. Es lohnt sich! Ein Hauptsport in Amerika ist sparen. Jedes zweite Wort in Läden oder Supermarkets ist SAVE oder SAVINGS. "Kaufen Sie 3 zum Preis von zwei!" "Wenn Sie die 10er Packung nehmen bekommen Sie 33% mehr!" Buy 3, get 5!" In jeder gedruckten Werbung sind Coupons enthalten, die leidenschaftlich gesammelt und dann bündelweise der armen Kassiererin überreicht werden.
Dass am meisten gespart wird, wenn eine Menge Unsinn gar nicht gekauft wird, hat sich noch nicht herumgesprochen. Ja, wir haben die "Family-Dollar"-Läden auch besucht; alles kostet (jeweils) einen Dollar, vom Schreibset mit Kuli und Bleistift bis zu Sardinen in der Dose (2 for 1 Dollar). Eine Geschichte muss ich unbedingt noch loswerden: Die letzten zweieinhalb Tage verbrachten wir bei und mit unserer netten Gastgeberfamilie in Georgia. Dort angekommen wurden wir von der Dame des Hauses begrüßt, ins Wohnzimmer bugsiert, erhielten jeder ein eisgekühltes Bier (s.o.) und der "small talk" begann. Es folgte eine typische "Hausfrauengeschichte" und zwar wie sie - die Hausfrau - nachts auf einem Highway die Haupt-Hydraulikleitung einer betagten DS reparierte, die sie gerade von Texas nach Michigan fuhr! BIM !!! Für Menschen, die Zahlen brauchen: Alles in allem:
MiXael, Happy Ents
Saarbrücken (Text) *)Nußfote: Michigan, New Jersey, New York, Massachusetts, Vermont, New Hampshire, Maine, Rhode Island, Connecticut, Pennsylvania, Maryland, West Virginia, Virginia, North Carolina, Tennessee, South Carolina, Georgia.
Praktische Hinweise für eine Reise mit dem eigenen Citroën in die USA gibt es hier.
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