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Heft 6/2002, Artikel 5Der Heilige Michael und Übele BackerlebnisseBericht vom Citroënchen- Herbsttreffen 2002 in LanggönsKennt Ihr das? Wenn man zum spazieren Gehen den Schirm mitnimmt, wird garantiert kein Tropfen vom Himmel fallen. Hat man ihn dagegen vergessen, kann man sicher sein, dass man nass wird. In Langgöns hatten wir einen zentnerschweren Pavillon dabei. Wir brauchten ihn nicht aufzubauen, denn Klaus Otto hatte Bilderbuchwetter beim Heiligen Petrus bestellt. Der Heilige Petrus kam zwar nicht persönlich vorbei, doch er schickte seinen guten Kumpel, den Heiligen Michael, um nach dem Rechten zu sehen.
Doch der Reihe nach. Obwohl
wir nicht wirklich weit von Langgöns entfernt wohnen, schafften
wir es Freitag gerade noch so eben vor Einbruch der
Am Lagerfeuer wurden manch einem die Füße derart wohlig gewärmt, dass er sich den Strapazen der beschwerlichen Anreise geschlagen geben musste.
Oder waren es dann doch die Brause-Tütchen? Zur Erläuterung: Man nehme ein Tütchen Ahoi-Brause, reiße es oben auf, fülle es mit Korn auf und trinke den Inhalt auf ex. So macht man es zumindest im hohen Norden der Republik.
Diese üblen Dinger waren es auch, die einige Entenfahrer am nächsten Morgen sehr spät aufstehen ließen. Der Kopf passte einfach nicht mehr durch die Zelt-Tür. Dafür gab es aber Übel-Tüten.
Gar nicht übel waren dagegen
die kostenlosen Brötchen, die Siegfried anschleppte, um uns das
Frühstück zu sichern.
Andere Kuriositäten gab es in der Schrauberecke zu bewundern. Wahrscheinlich war der nasse Sommer daran schuld. Wie sonst kommt man auf die Idee, in seiner Garage einen Entenmotor mit nur einem Zylinder zu bauen? Oder AK-Häuschen auf Mehari 4X4-Chassis aufzusetzen? Oder Konservendosen als Heizungsschlauch zu verwenden? Oder eine Scheibenwischerumlenkung zu konstruieren? Oder ein Lassie-Auto nachzubauen?
Die Brausetütchen konnten in ihrer Wirkung doch nicht so verheerend gewesen zu sein, denn abends wurde am Lagerfeuer wieder reichlich Gebrauch davon gemacht. Die Auswahl der Getränke wurde zunehmend seltsamer. Sogar reines Lampenöl wurde verköstigt, um es hernach im hohen Bogen wieder auszuspucken. Ich weiß nicht, wie Petroleum schmeckt, aber man sollte jedenfalls ein paar Schritte von seinem Gesprächspartner zurücktreten, wenn man eine brennende Fackel in Händen hält. Meinen Dank an die beiden Künstler für das erhellende Schauspiel.
Die Getränke-Probe fand ihren
vorläufigen Abschluss im mitternächtlichen Schluck
Geburtstags-Sekt. Herzlichen Glückwunsch Nachtrag: Der Ober-Organisator ist vielleicht dem einen oder anderen Citroënchen-Leser bekannt. Er legte Vieles dieses Jahr in Siegfrieds Hände, der eine hervorragende Organisation hinlegte. Vielleicht tat Klaus dies wohlweislich, wusste er doch, dass er Sonntag morgen noch nicht ganz fit sein würde:
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