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22. Jahrgang - gegründet 1981

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2CV-Technik

Welche Batterie für die Ente?

Batterie kaputt, was nun? Die originale Citroën-Batterie kommt für die meisten  Entenfahrer aus Preisgründen (und/oder weil es sie nicht mehr gibt) nicht in Frage (Zum Thema Regler-Befestigung siehe Technik-Tipp in der vorigen Ausgabe). Doch was taugt eine Billigbatterie? Es gab lange Diskussionen unter Raid-Laponie-Fahrern über die beste Batterie für die Ente. Auch im normalen Betrieb stellt sich irgendwann diese Frage.

Original haben die Entenbatterien eine Kapazität von 36 Ampérestunden (Ah). Das bedeutet, dass eine voll geladene Batterie 36 Stunden lang einen Strom von 1 Ampére liefern kann (das entspricht z.B. einem Birnchen von 12 Watt). Wir raten zu Ersatz mit 44 Ah. Sie sind in der gleichen Größe erhältlich, passen einwandfrei in die Ente und haben im Winter etwas mehr Reserven bei Kaltstarts. Für extreme Bedingungen (sehr kalte Winter, ständige Licht-Fahrten) habe ich eine 55 Ah-Batterie eingebaut; dafür musste ich allerdings den Halter etwas ändern, da die Batterie einige cm größer ist. Damit sie auch immer gut geladen wird, habe ich ihr eine 40 Ampére-Lichtmaschine von Valeo gegönnt. Die serienmäßige Lichtmaschine liefert nur 30 Ampére. Der Regler kann der selbe bleiben. Diese Kombination hat sich seit Jahren bewährt.

Welches Fabrikat sollte man wählen? Auto-Bild hat in Heft 6 vom 7.2.2003 acht Fabrikate mit 44 Ah getestet. Die Preise lagen zwischen 40 und 86 Euro. Getestet wurden die Kaltstarteigenschaften bei -20°C und die Dauer, wie lange man das Licht brennen lassen kann.

Die preiswerten no-name-Batterien schnitten mit "befriedigend" ab. "gut" war z.B. eine Batterie von Banner für 55 Euro, "sehr gut" eine Bosch für 64 Euro. Auto-Bild kommt zu dem Ergebnis, dass Qualitätsunterschiede schon Geld kosten. Testsieger sind (erwartungsgemäß?) die Markenbatterien geworden (Bosch Silver 4c und Varta Dynamic Blue [86 Euro]). Aber die teuerste ist nicht die beste Batterie, die Bosch für 22 Euro weniger ist genau so gut. Damit kann im Prinzip nicht immer zur teuersten Batterie geraten werden.

Soweit Autobild. Unsere Erfahrungen mit großer Kälte und mit extremen Beanspruchungen auf Fernreisen gehen in eine ähnliche Richtung, aber aus anderen Gründen. Jede neue Batterie funktioniert unter normalen Umständen in einer Ente gut. Die Geister scheiden sich bei der Lebensdauer.

Eine Billigbatterie aus dem Autozubehör verschied nach nur 1 1/2 Jahren auf einer Finnlandtour im Sommer. Sie wurde heiß, zog ständig 30 Ampére Ladestrom und versagte schließlich völlig. Grund war vermutlich ein Kurzschluss zwischen den Platten im Inneren der Batterie. Wir vermuten, dass die Erschütterungen auf langen Schotterpisten zu viel für die einfach konstruierte Billigbatterie waren.

Der Ersatz von Berga (ca. 45 Euro in Finnland!) hat unter gleichen Bedingungen schon mehrere Winter überlebt. Eine (teure) Bosch-Batterie versieht bei uns bereits im 5. Winter ihren Dienst; sie hat auch bei unter -25°C auf der letzten Raid Laponie ohne Tricks immer einwandfrei funktioniert. Die endgültige Lösung für Arktische Kälte ist eine Gel-Batterie. Doch hier fangen die Preise bei 160 Euro an.

Schlechte Behandlung verzeihen billige Batterien nicht. Wird die Ente nicht gefahren (Winterpause, Einlagerung o.ä.), muss vorher jede Batterie vollständig aufgeladen werden. Diese Ladung hält nicht ewig. Je nach Konstruktion entlädt sich die Batterie auf die Dauer selbst. Eine einfach konstruierte Autobatterie sollte man mindestens alle ein bis zwei Monate nachladen. Das gleiche gilt für nicht mehr ganz taufrische Batterien. Bessere Batterien halten voll geladen klaglos drei bis vier Monate Pause aus. Eine "wartungsfreie" no-name-Batterie (die teuerste aus dem Verbrauchermarkt) für 45 Euro hat unsere USA-Ente nach vier Monaten ohne Pflege problemlos wieder zum Leben erweckt. Es muss also nicht immer Bosch & Co. sein.

Karsten, Happy Ents Saarbrücken

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