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Ausgabe 6/2003 vom 15.11.2003 22. Jahrgang - gegründet 1981 |
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Nordlichter
ganz stark - oder: was APUA-Help wirklich kann. Wenn einer eine Reise tut, kann er viel erzählen. Vor einigen Wochen fuhren Doris und ich (und Hera) nach Dänemark, und wir wählten aus unserem Entenfuhrpark die gute alte Dolly aus. Hütte etwas verschranzt - aber immerhin schon mal ein starker Anfang mit einem verzinktem Rahmen. Sie rannte wie der Teufel stundenlang über die Autobahnen, atmete tief durch bei ihren wenigen Pausen, und zum Schluss quälten wir uns alle die vielen Kilometer über dänische Landstraßen bis zu unserem Feriendomizil. Hera machte als Hund Bekanntschaft mit ekligem Salzwasser, wir hingen schlaff in den Seilen und unsere Dolly erholte sich von den Strapazen. Glaubten wir! Am nächsten Morgen (es war ein Sonntag) brauchte auch mal unsere Dolly etwas zu trinken, doch diese idiotische super-mega-geile Neuzeitgeist-Tankstelle wollte keine Kreditkarte, keine ec-Karte und vor allem keine Ente. Nach vielen Fehlversuchen nahm die Elektronik dann endlich und wenigstens unseren geliebten Euro. Doch unsere Dolly hob ihren Stinkeflügel gegen den Entenhimmel und legte sich mit einem echten und satten Motorschaden aufs Seitengrün. Stehbolzen abgerissen, Ölverlust - eine einzige gewaltige Sauerei. Dolly lief zwar auf einem Zylinder wieder zurück - aber beim Ferienhaus angekommen, pinkelte sie ihr Öl unserem dänischen Vermieter direkt vor sein Haus. Oh ja - die Freude war groß. Der dänische Vermieter meinte: der Motor sei nun kaputt ...... und ob wir uns schon Gedanken machen, wie wir wieder nach Hause kämen. Doch ja - die Stimmung war gereizt und dabei fing der Urlaub ja erst an. Sechs Orte weiter gab es dann einen Citroen-Schrauber-Mini-Laden, und der smarte Herr versuchte uns zu helfen, doch unsere Dolly pisste auch seine Werkstatt voll, sicherlich nur deshalb, weil wir erst in einer starken Woche einen Termin bekommen konnten. Also musste die Apua-Help-Liste ran. Weit und breit war kein Däne zu finden, der uns schnell helfen wollte oder konnte, und wir erfuhren in der Werkstatt, dass die Szene ein wenig abgetaucht sei. Prima, dachten wir. Die nächst größere deutsche Stadt war Flensburg, und dort erreichte ich Andreas (August) Hansen über sein Handy, der aber gerade in Mecklenburg unterwegs war. August versprach mir zu helfen und beendete das Gespräch, nachdem klar war, wo unsere Dolly ihr restliches Öl rausschleuderte. Und jetzt kommts! Drei Stunden später stand Lelly (Frank Mänzel) mit einem Zugfahrzeug und Autoanhänger in Dänemark und holte die ölende Dolly zur Reparatur nach Deutschland ab. Apua-Help in Vollendung und in seiner höchsten Form. Aber wer jetzt denkt - na ja - ganz nett, soll sich mal überlegen was das für eine grandiose Leistung war und eine gewaltige Action, denn am nächsten Tag und jetzt bitte festschnallen, stand die gute alte Dolly wieder " frisch und sehr munter" in Dänemark und brannte darauf, die Welt zu erobern. Eine Nacht und Nebel-Aktion der ganz besonderen Note, und wir können alle stolz darauf sein, mit solchen Freunden "Ente" zu fahren. Natürlich möchte ich erwähnen, dass die ganze Aktion nicht zum Nulltarif ablief, weil es immer noch "Freunde" zu geben scheint, die glauben: Entefahren bedeutet - sich auf Kosten anderer in einem Selbstbedienungsladen zu bewegen. Doch Lellys schwarze Fingerabdrücke werden sicherlich noch lange die weißen Bleche schmücken, und wehe einer von euch wischt sie weg. Tausend Dank an August und Lelly, die sich mächtig ins Zeug legten und die Apua-Help-Liste zu dem machen, was sie ist. Freunde helfen Freunden. Doris & Manne, mail@manfi.de |
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