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| 2CV-Treffenbericht | ||
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Schäfer, M., Schreiber, J. und
Schreiber, K.:
The duck driver as a tool
using species - Bericht vom Treffen am Brotknochen 2003 mit Anmach-Contest |
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![]() Abstract |
Abstract
Ziel war der Ersatz im Handschuhfach durchweichter Streichhölzer und leerer, verliehener oder verlorener Feuerzeuge. Durch eine aufwändige Multi-Methoden-Versuchsreihe gelang der Nachweis, dass die Steinzeitmenschen noch kein Feuer hatten. Erst durch den Zusatz von nicht-trivialen Additiven konnte eine exotherme Reaktion über eine messbare, von 0 verschiedene Zeit provoziert werden. Als Nebenergebnisse wurden folgende Thesen in beeindruckender Weise experimentell bestätigt: - Nutella muss im Herbst vor dem Verzehr erwärmt
werden. |
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Hintergrund und Fragestellung
Hintergrund der Arbeiten der Forschungsgruppe "Brotknochen" ist der unbändigbare Drang, den Körper, Geist und Seele einengenden Zwängen von Gebäuden zu entkommen und ein Wochenende mit einfachsten, von aller leitungsgebundenen Versorgungsinfrastruktur unabhängigen Mitteln "zurück zu den Wurzeln" zu verbringen. Als Transportmittel dienen dabei vorzugsweise Software-freie Fahrzeuge mit robusten Zweizylinder-Zerknalltreiblingen. Ziel des diesjährigen Forschungswochenendes war die Analyse der Treffentauglichkeit von Auslösern exothermer Reaktionen mit Flammenbildung. Als einschränkende Randbedingung wurde das Ziel des Entfachens eines Feuers festgelegt, ohne auf heute handelsübliche Ein- oder Mehrwegfeuerzeuge oder Streichhölzer zurückgreifen zu müssen. Die Situation einer von drei alltäglichen Ententreffensituationen eines 2CV-fahrenden Nichtrauchers wurde hierbei simuliert: (a) Feuerzeug vergessen, (b) Feuerzeug leer und/oder (c) Streichhölzer im Handschuhfach bei der Anreise durch den ab Freitag 17.00 Uhr regelmäßig einsetzenden Regen nass geworden. Alle sonstigen Hilfsmittel waren zulässig. (Hinweis: der ähnlich einem Einwegfeuerzeug aufgebaute Gasanzünder funktionierte von Anfang an nicht [funktioniert eigentlich nie] und schied daher freiwillig aus dem Wettbewerb aus). |
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![]() a tool using species (Percolatoren, Benzinkocher, Opinel-Messer et. al.) |
Stand der Forschung
Die Forschungsgruppe "Brotknochen" befasste sich in den vergangenen Jahren mit der Untersuchung geeigneter Lichtquellen für Ententreffen (siehe SCHÄFER/SCHREIBER/SCHREIBER 2001 1) ) und einem Vergleichstest von Multitools, Messern, Korkenziehern und Dosenöffnern (siehe SCHÄFER/SCHREIBER/SCHREIBER 2002 2) und PUTSCH/OSPER 2003 3)). Wenig Beachtung fanden bislang Anmachzeuge aller Art. Diese sind jedoch insbesondere bei der autarken, leitungsungebundenen Versorgung mit Wärme, Licht und Nahrung unentbehrlich. Punktuelle Erfahrungswerte nährten bereits seit langem die Hypothese, dass sowohl Streichhölzer als auch Feuerzeuge dieser Aufgabe unter den erschwerten Bedingungen des Draußenseiertums unbefriedigend oder gar nicht gewachsen sind. Das diesjährige Forschungsvorhaben diente der systematischen wissenschaftlichen Hintermauerung dieser These. |
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![]() Methode 1
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Methode
Da es im letzten Jahr einen
Ohren betäubenden Lärm von aber Milliarden von Es war jede Methode gestattet, Feuer zu entfachen, außer Feuerzeuge und Streichhölzer. Das Forschungsteam experimentierte mit den folgenden Techniken: 1) Steinzeitmethode A: Ein zwischen einem feststehenden, ca. 600 x 200 x 800 mm dimensionierten Holzklotz (Fichte) mit einer halbkugelförmigen Vertiefung (ca. 12 mm Durchmesser) und einem Handhalterungs-Holz (ca. 50 x 50 x 80 mm, ebenfalls Fichte) mit entsprechender halbkugelförmiger Vertiefung gelagerter, an beiden Enden abgerundeter trockener Hartholzstab von ca. 10 mm Durchmesser wurde mittels eines ca. 55 cm langen Bogens, der aus einem stabilen Zweig unbekannter Herkunft und einem Schnürsenkel aus der Utensilienkiste des Versuchsleiters bestand, durch rasches hin- und her-Bewegen des Bogens mit um den Hartholzstab gewundenem Schnürsenkel in längs-achsiale Rotation versetzt. 2) verfeinerte Steinzeitmethode B: Gleicher Versuchsaufbau wie A), jedoch wurde der unteren halbkugelförmigen Vertiefung ca. 2 g in situ mittels einer Pfanne über einem Campingkocher getrocknetes Sägemehl (fein) zugesetzt. 3) Baumarktzeitmethode: Prinzipiell gleicher Versuchsaufbau wie Steinzeitmethode B, da der Schnürsenkel der Belastung jedoch nicht gewachsen war, wurde der Bogen und der Handhalterungsklotz durch eine Akku-betriebene Handbohrmaschine Marke Nikita, 12V Betriebsspannung, ersetzt. Hypothese war, die exotherme Reaktion langsam loslaufen zu lassen. 4) Brutalmethode: Gleicher Aufbau wie Baumarktzeitmethode, jedoch wurde der unteren Kuhle ca. 5 g Schießpulver zugesetzt. 5) Elegante Methode: In den Strahlengang eines Brennglases wurde bei versehentlich eintretendem Sonnenschein am morgen des 3. Versuchstages ein mit Brennspiritus getränktes Blatt Zeitungspapier so angeordnet, dass eine gut getränkte Stelle mit dem virtuellen Bild der Sonne im Brennpunkt des Brennglases zusammenfiel. 6) Verfeinerte elegante Methode: Versuchsaufbau wie die Elegante Methode, jedoch wurde dem Zeitungspapier in der Region des Brennpunktes zusätzlich ca. 2 g Schießpulver zugesetzt. |
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Ergebnisse
Die jahrhundertelang propagierte These, Steinzeitmenschen hätten mit Stöcken und Bögen Feuer machen können, wurde wiederlegt. Ein manuelles entflammen von Holz mittels rascher alternierender Rotationsbewegung von Holz auf Holz ist nicht möglich. Es konnte lediglich ein unbedeutendes Rauchfähnlein erzeugt werden, jedoch weder Glut noch Flammen. Auch die elektromechanisch erzeugte Drehbewegung führte nicht zu dem gewünschten Erfolg. Sie beschleunigte lediglich den Verbrauch des Hartholzstäbchens. Erst durch den Zusatz von Additiven konnten exotherme Reaktionen ausgelöst werden. Als kurzzeitig wirkungsvollstes Additiv erwies sich Schießpulver (vgl. Abbildung). Der begleitende Geräuscheffekt wurde durch aufschreiende und davon fliegende Holzwürmer erklärt. Die Brennglas - Brennspiritus - Brennpunkt-Methode führte ebenfalls zu exothermen Reaktionen, die selbst erhaltende Kettenreaktion blieb jedoch aus. Auch hier konnte erst das Additiv Schießpulver eine nachhaltige exotherme Reaktion auslösen. |
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Ausblick
Um nicht zu erfrieren und Verhungern, wurde parallel zu den Experimenten ein Lagerfeuer mittels herkömmlicher Streichholz-/ Zeitungspapier- Kombination entfacht. Dieses diente u.a. auch der Erwärmung eines bei Raumtemperatur streichfähigen Nuss-Nougat-Brotadditivs, das mittels einer Hochdruckfettpresse appliziert wurde. Eine eigens aus Österreich herbeitransportierte batteriebetriebene Pfeffermühle fand allgemein beifällige Beachtung im Forschungsteam, als es um die geschmackliche Verfeinerung von Frühstücks-Rühreiern ging. Zum Versuchsergebnis trug sie wie auch das ebenfalls aus Österreich importierte Brot-Additiv jedoch nicht bei. Ebenfalls ohne exotherme Reaktion blieb die hohe Verdichtung neuer Percolatoren aus Edelstahl mit Kaffee-Farb-Schauglas aus Polystyrol. Es wurde ermittelt, dass diese rein passiv zur Bereitung von aromafreiem Lagerfeuerkaffee geeignet sind, jedoch in der getesteten Ausführung nicht eigenständig Feuer entfachen. Als wenig geeignet im Umfeld exothermer Reaktionen erwies sich das Schauglas aus Polystyrol aufgrund seiner thermoplastischen Eigenschaften. Es wurden Vorschläge für eine wärmeresistente Lösung erarbeitet. Ein Versuchsteilnehmer regte an, Holz zu perkolieren, um Schadstoffe zu entziehen, die bei der exothermen Reaktion entstehen würden. Hier eröffnet sich ein neues weites Forschungsfeld für die kommenden Forschungswochenenden. Angeregt durch die Percolatorschwemme wurde vorgeschlagen, 2004 einen Kaffee-Bereiter-Vergleichstest durchzuführen.
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![]() Prüfung des Percolators
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Danksagung
Wir danken folgenden Personen für die Ermöglichung der Versuchsreihe: - Motorrad Louis für die
Bereitstellung der Percolatoren __________ 1) Schäfer, M., Schreiber, J. und Schreiber, K.: Typisierung und Leistungsermittlung standortungebundener Leuchtquellen verschiedener Energieträger, in: Journal of irresponsible Results Vol. 73, 10/2001, p. 2045 - 2056, Saarbrücken/Wiesbaden/Kürrenberg 2) Schäfer, M., Schreiber, J. und Schreiber, K.: Häusliche und handwerkliche Einsetzbarkeit und Handhabbarkeit sowie Handkraftbedarf herumtragbarer Hand- Multifunktionswerkzeuge ohne Handschuhe, in: Journal of irresponsible Results Vol. 74, 10/2002, p. 2078ff, Saarbrücken/Wiesbaden/Kürrenberg 3) Putsch, R. und M. Osper: KNIPEX - für den Mann vom Fach. Wuppertal, 2002, in: Citroënchen Vol. 23, 1/2004, o.S. |
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