
Der fertige Kö im Betrieb

Abbildung 1: Seitenrahmen

Abbildung 2: Seitenbeplankung

Abbildung 3: Holzrahmen von hinten

Abbildung 4: Detail - Befestigung an der Karosserie

Abbildung 5: Zwischenplatte
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Technik-Tipp des Monats:
Bastelanleitung für
Holzkö
(zur
Bastelanleitung für das Entenbett bei den Happy Ents)
Um in der Ente bequem schlafen
zu können, braucht man ein Bett und eine
Kofferraumverlängerung, die gleichzeitig als Küche oder
erweitertes Gepäckabteil dienen kann. Eine Bauanleitung für
ein Bett gibt es bereits; nun folgt auf vielfachen Wunsch die
Bauanleitung für den Queue (gesprochen: Kö, wie der
Entenbürzel in Deutschland auch genannt wird).
Der Kö besteht aus einem
Gestell aus gehobelten Holzlatten (18 x 36 mm), die mit
Sperrholz oder Hartfaserplatten beplankt sind. Dadurch wird eine
hohe Stabilität bei geringem Gewicht erreicht. ca. 10cm unter
der Oberkante wird eine 8mm-Sperrholzplatte eingelegt, die an
den Ecken so ausgesägt ist, dass sie zum Herausnehmen leicht
nach rechts verschoben und dann links zuerst herausgehoben
werden kann. Auf dieser Platte habe ich einen 2-flammigen
Gaskocher befestigt, daneben bewahre ich meine Küchenutensilien
auf. Hinter dem Kocher wird eine schmale Sperrholzplatte
zwischen 4 kleinen Holzführungen eingeschoben, die verhindert,
dass alles aus der Küche ins Bett fällt (siehe Abb. 1).
Bevor Ihr die Holzteile
zusägt, nehmt alle Maße an eurem 2CV ab. Wir haben den
Eindruck, dass jeder 2CV ein bisschen anders ist. Die Maße
stammen von meiner Ente. Sie sind nach bestem Wissen und
Gewissen nachgemessen, ich übernehme aber keine Garantie für
die Passgenauigkeit! Lieber zweimal messen oder vorher aus Pappe
eine Schablone machen und an die Ente halten, ob alles passt.
Das sind die Arbeitsschritte
(durch Doppelklicken auf die Vorschaubilder kommt ihr zu großen
Zeichnungen, diese am besten ausdrucken):
- 2 Seitenrahmen anfertigen:
Dachlatten zusägen, Löcher vorbohren, Holzleim auf die
Verbindungsflächen auftragen und mit Spaxschrauben
verbinden (Abbildung 1)
- Perfektionisten können die
schrägen Latten an die leichte Rundung der Karosseriekante
rechts und links von der Kofferraumöffnung anpassen
- 6 Latten auf 900 mm
zuschneiden und nach Abbildung 3 die beiden Seitenrahmen
miteinander verbinden
- Beplankung nach den Angaben
in Abb. 1, 2 und 3 zusägen und mit kurzen Spaxschrauben und
Leim befestigen. Die Heckplatte sollte unten ca. 5-10 mm als
Tropfkante überstehen.
- Ritzen verspachteln, alles
schleifen, grundieren und 2 x lackieren
- Befestigungslaschen aus
Winkeleisen (ca. 60 mm lang) biegen und mit M6-Schrauben,
Unterlegscheiben und Flügelmuttern anbringen
- Kofferdeckelschlossfalle
abschrauben, dabei Plättchen mit 2 Gewinden innen auffangen
- Vor Montage des Kös Keder
auf die senkrechten Karosseriekanten aufbringen, z.B. aus
einer Schlachtente von der Dachöffnung
- Kö anhalten, Löcher der
Kofferdeckelschlossfallebefestigung am unteren Rahmen
anzeichnen, 6 mm Löcher durch den Holzrahmen bohren
- Kö unten durch diese
Löcher mit 2 langen M5-Schrauben und dem originalen
Plättchen mit 2 Gewinden festschrauben, Kö oben mit den
Blechlaschen festklemmen
- Auf Wunsch Zwischenplatte
(z.B. für Küche) nach Abb. 5 und schmale Platte zwischen
Küche und Schlafzimmer (Abb. 1) zusägen (entnehmbar,
werden nur reingelegt).
- Feinarbeiten:
6mm-Sackbohrung für Kofferraumaufsteller links im
Holzrahmen anbringen, Stelle ausprobieren
- Die Regenrinne des
Heckklappenscharniers muss rechts und links z.B. mit kleinen
aufgeschittenen Plastikschlauchstückchen verlängert
werden, dass das Wasser nicht in den Kö rinnt.
- ggf. Regenrinne unter dem
Heckklappenscharnier etwas aufbiegen, damit bei
aufgestellter Heckklappe Wasser, das von der Heckklappe
rinnt, immer noch von der regenrinne aufgefangen wird
- Schlossfalle an der hinteren
oberen Dachlatte anbringen (hier habe ich eine Aussparung in
die Latte gefräst und mit einem kleinen Blechstück eine
eigene Schlossfalle gebaut)
- Greiflöcher in die schmale
Abdeckung zum Fahrgastraum und in die Zwischenplatte bohren
- Ich habe den Übergang
zwischen Kö und Karosserie nie ganz dicht bekommen. Deshalb
habe ich die Ritze immer mit Klebeband (Duck-Tape o.ä.)
verschlossen.
Viel Spaß beim Basteln!
Karsten Schreiber, Happy
Ents Saarbrücken, SB-CV 911 |