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Der kleine
Rundbrief für Citroën-Freunde
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![]() erschwerter Begrüßungsschluck
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Im OECC-Nachrichtenmagazin 368 vom Juni 2004 haben wir folgenden Bericht gefunden, den wir ob einer gewissen Eigenbetroffenheit der Citroënchen-Redaktion um einige eigene Bilder bereichert mit freundlicher Genehmigung in Originalton und -grammatik hier wiedergeben (wir bitten die geneigten Leser aus Deutschland die Austrizismen zu entschuldigen; eine Übersetzungshilfe erfrage man bitte bei der Redaktion des OECC-Narizins). heftige persönliche eindrücke vom fäscht: 30. hollareithulliöh in möggers
(xi-berg)* ja, traditionell mußte es auch regnen . . . (zwiekommentar in verschiedenen schriftarten:) wenn sich s'ländle äntle auf die veranstaltung solch eines besonderen ereignisses bereits doppelt erfahrungsgemäß einlässt, dann wird schon vorgesorgt und herbeigekarrt, nämlich: eine wunderschöne, mindestens 10 hektar riesengroße bregenzerwälder bergweidenlandschaft eines biobauern (-> förderungen) mit einer angeschlossenen motocrossstrecke (-> fremdenverkehr) (urlaut am Sonntag Vormittag, wo brave Treffenbesucher eigentlich noch schlafen hätten sollen, sonst nicht störend, weil meist leer) für uns umweltbewusste weitwanderer zur zurücklegung folgender entfernungen zwischen: einem BIG TENT mit bühne, vollgas-tronomie und extra-bar, einem selbstgezimmerten sanitärimperium mit dusche (zur Stabilisierung des Kreislaufs nicht zu empfehlen, zum Einfangen von Herzrhythmusstörungen äußerst geeignet) und stilgerechtem waschmöbel, einem großzügigen lagerfeuer hy-gel mit schwedenfeuer und einem gigantisch weiten waldrand mit extremem horizont, der von den international angereisten 100 fahrzeugen nicht einmal annähernd ausgenützt werden konnte. zuerst einmal von montag bis mittwoch war es so unerträglich heiß, daß wir zu mittag nur im kühlen bachschatten überleben konnten. doch weitere steigerungen waren notwendig, z.b. das kühle fohrenburger mit 5,5% und eine ausfahrt in den bregenzer-regen-wälderdschungel, teilweise auf grenznahen, geschotterten einbahn-forstwegen bis zu 28% steigung! (keiner kam entgegen, zurückschieben von 30 autos sowieso unmöglich, ein ungeduldiger traktor mit frontlader drohte anzuschieben, erste vollgas, egal was hinter der kurve kommt) hägar, der schreckliche, kündigte eine etwa 30 km lange strecke an, klasi schätzte dann 50-60 km, wir nahmen beide sehr ernst und erklommen zwischen 90 und 95 kilometer, wahrscheinlich aufgrund der unglaublich vielen höhenunterschiede der senkrecht angeordneten landschaft (-> copyright karsten) oftmals kamen wir auf einen gü-terweg zwischen blockhäusern mit lärchenschindelfassaden, manche unausgeschlafene von uns richtung dorn-birn, ein ort, der vermutlich nach jesus benannt wurde. funkkontakt
von karsten an einen 6fach besetzten hy mit anhaltig verspreizten insassen
nach kilometerlanger steiler talfahrt, kurz bevor wir den bodenseeboden zu
unterqueren vermuteten: xiberg ist berühmt für seine textilindustrie (und das wissen nicht nur jene, die die inoffizielle Landeshymne "Oho Vorarlberg" von Bilgeri/Köhlmeier auswendig können). da findet sich auch eine große sockenfabrik direkt neben einer schmelzkäserei. (Zufall? Erfahrung!) gleich 500 meter zu fuß erreichbar neben dem treffenplatz war die beste camembertkäserei österreichs. manche schmolzen hin und her. im zuge unserer ausfahrt erreichten wir den großen käsekeller xi-bergs, das tonnennschwere alte kapital sämtlicher sennereien. das gebäude war durch gereifte löcher im beton erkennbar.Gleich neben dem Treffenplatz, nur durch den lauschigen Bach getrennt, befand sich das lokale Sägewerk, was für uns insofern von Bedeutung war, als dessen Absauganlage mit geringer Mittagspause und ohne Freitag-Frühschluss klang wie ein Mississippi-Raddampfer bei mittlerer Fahrt. Verstärkung des akustischen Empfindens bei regenundichten Schlafgemächern. dies angenehm einschläfernde geräusch war eher ein stromaggregat zum längeren weitersageln ;-) außerdem gab es noch platzregen, einen platzhirsch**, (eine Unterbodenseewasser-Digitakamera, die das vorher auch noch nicht wusste und ihren selbstfindungsprozess dort abgeschlossen haben dürfte. die squaw des platzhirschen verdrängte nämlich obengenanntes präzisionsgerät, um den seeboden zu ergründen ;-) Philosophen am Platz: Warum Männer eitel sind und Frauen zu zweit aufs Klo gehen; über den Titel des wahrscheinlichen Bestsellers ist jedoch niemand hinaus gekommen,) sprühregen, flotte dreier, lahme hopsinki*** fünfer****, platschregen, voluminöse xiberger sänger, zeltnebel, horstl unplaggt, bodenseenebel, eine sexköpfige girlieband (die mir "Do it again gespielt hat; nein, natürlich nicht nur mir, aber doch auch ein bisschen, und das haben erst wenige Menschen getan), eine beste hadernband***** (die nicht nur die Stimmung auf diverse Höhepunkte brachte, auch die Gäste kamen auf die höchsten Punkte (des Zeltes), nämlich die Tische), lagerfeuerregen, ein voll überraschendes kabarettduett, zwischenregenpausen und das feuer brannte uns den arbeitsspeicher aus der festplatte :-) bedanken möchte ich mich im Namen aller gäste für den herzlichen empfang, die verbindung derart vieler dialekte, für die reiche versorgung und verpflegung, für die kühe und die mühe, für das herankarren der gesamten infrastruktur, für den legendären live-4-xang der veranstaltercrew und für die spektakuläre führung durch die bregenzer wälder, wir fühlten uns sehr willkommen! regelmäßig freuten uns auch die authentischen besuche des gerührten seniorbauern, der uns einiges mit seinen völkerverbindenden geschichten erzählen konnte. er war sozusagen das westliche pendant zu unserem favoriten gü. sonntags war das bier früh aus, die teilnehmer flüchteten rechtzeitig von dannen, bevor das festzelt zwischen den hagelkörnern geborgen wurde. montags danach war wirklich wieder strahlender sonnenschein! Wir wollen nebenbei erwähnen, dass es 320.000 Vorarlberger gibt und dass auch diesmal der Karel Leer-Preis nur an eine Person verliehen wurde: Nicht an den/die jüngste, älteste, dünnste, dickste, bunteste, weitest angereiste Treffenteilnehmer/in mit der weitest angereisten, buntesten, dicksten, dünnsten, ältesten, jüngsten Ente, sondern an jemand, der bei allen drei Xi-berg-Hollareis immer schon am Montag da war und ordentlich mitgeholfen hat, nämlich an ihn. dieser umstand wird somit heftig dementiert, denn in wirklichkeit wurde dieser ehrwürdige Preis an den (dünnsten) leichtgewichtigsten gastarbeiter aus dem fernen osten verliehen, doch ist dies eine ehre, gerne öfters zu kommen...!!! bezeugt der zeitungsenten- Mit
dem Wissen des Autors völlig unnötig dazukommentiert hat diesmal
dieser *Xi-berg: von Allemannisch Xi = gewesen. Es gab ja da MiXaels Beifahrer, der sich wissbegierig nach der Bedeutung von "Xi-Berg" erkundigt hat. Die Aufklärung hat aber mit seiner letzten Frage: "Gewesenberger? Was heißt das nun schon wieder?" irgendwie geendet ... **Platzhirsch: Heinz-Peter Hirsch (da Hirschi), dem man einen Sessel (Stuhl) angeboten hat: Platz, Hirsch! -> Platzhirsch! *** Hopsinki von Koskenkorva, der: finnischer Pfirsich - aeh - Schnapslikoer (wir sind am Weg von Vaasa nach Helsinki an der Fabrik vorbei gefahren), der an sich schon sensationell schmeckt, und in der entsprechend rituellen Verabreichung dem Wahnsinn gleichkommt. Für mich furchtbar gefaehrlich, weil der hohe Prozentsatz schneller wirkt als die Birne mitkommt :-(! Nach entsprechender Dosierung waren alle Beteiligten eher lahm. [Anm. d. Red.: Unseres Wissens handelt es sich bei Koskenkorva um Lakritz-Likör. Was das mit Hopsinki zu tun hat, bleibt weiter im Dunkeln.] **** Fünfer von Finnisch: viisi fünf, gü-mundartlich "Aan fünfer mochn" = auf die Wiese gehen. ***** Hadernband von Wienerisch Hadern, der: 1. (meist älteres) Musikstück, an welchem man großen Gefallen findet, "Des san guade, oide Hodan." -> Hadernband ist folglich eine Musikgruppe, die derartiges Liedgut zum besten gibt. 2. Ausdruck für größere Geschwindigkeit: "Dea hod an uandlichn Hodan draufghobt!" |
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| Mit freundlicher Genehmigung abgetippt und bebildert von Karsten, SB-CV 911 |
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