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Der kleine
Rundbrief für Citroën-Freunde
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Technik
Mysteriöse Geräusche aus dem Motor und ihre Ursache Irene "Pippiquack" aus Wien/Karlsruhe schreibt uns von einem ungewöhnlichen Defekt: "Geneigte Leserschaft, anbei zwei Photos einer Zündkerze, die ich aus meiner Ente geschraubt habe. Die Vorgeschichte: Motortausch, Motorservice, nach ca. 1000 km problemlosem Fahren ertönt plötzlichst ein ekelhaftes Scheppern aus dem Motor. Ente nach Hause schleppen. Motor lässt sich von Hand kaum durchdrehen, manchmal leichter, manchmal schwerer und es klackert an einer bestimmten Stelle. Dann werden die Kerzen aus dem Motor geschraubt und siehe da: Das Erstaunen ist groß (siehe nebenstehende Bilder Kerze_1.jpg und Kerze_3.jpg). Die Masse-Elektrode der einen Kerze ist um 90° zur Seite gebogen. Um sachdienliche Hinweise und Vorschläge wird gebeten." Jürgen schriebt auf obige Anfrage von Irene: "Die Auflösung ist ganz einfach und liegt in dem Bild Kerze_3.jpg. Da Enten nur zwei Zylinder haben, muss Kerze 3 überflüssigerweise frei im Brennraum herumgelegen haben und sich irgendwann zwischen Kerze 1 und Kolbenboden 1 verklemmt haben. Dadurch hat sich die Zündkathode bei diesen beiden Kerzen 1 und 3 im gezeigten Ausmaß verbogen ... Oder halt so ungefähr ..." Hier Irene's Antwort: "... um alle Missverständnisse aus dem Weg zu räumen: Kerze_1 und Kerze_3 sind ein und die selbe, ich habe nicht drei Kerzen in den Motor der Ente eingebaut ;-))) Die Besichtigung des Brennraumes über das Zündkerzenloch mit einem, leider, starren Endoskop ergab keine Aufschlüsse. Also blieb nur mehr die Operation am lebenden Objekt. Dank der fachkundigen Assistenz von Oberarzt Dr. Markus S. wagte ich mich an den Eingriff. Nach der Demontage des Zylinderkopfes und Betrachtung des Brennraumes entfleuchte mir ein erstauntes 'Ohhhh, wos isn des?' Markus germanischer O-Ton: 'Was ist denn das?'. Da lag, etwas deformiert und zerknautscht, eine Beilagscheibe (vermutlich). Wie sich das Teil, dass übrigens aus einem magnetischen Material besteht, da hineinverirrt hat, hat es uns nicht verraten. Ich hab es auf jeden Fall nicht da hin getan!!! Nach Entfernung des Fremdköpers, Säuberung und Entgratung der in Mitleidenschaft gezogenen Teile wurde alles wieder zusammengebaut, und nun tut der Motor wieder so wie er soll, heureka !!!" Ob eine Unterlegscheibe durch den Luftfilter und das Einlassventil angesaugt werden kann, oder ob sie bereits bei der Motormontage versehentlich in den Ansaugkrümmer geraten war. lässt sich nicht mehr klären. Fasziniert hat uns erstens, dass der Motor 1000 km klaglos gelaufen hat, und zweitens, dass er nach dieser Tortour wieder einwandfrei funktioniert. Die Ente ist halt doch ein robustes Fahrzeug... Red. |
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