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Der kleine
Rundbrief für Citroën-Freunde
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![]() 1988: 40 Jahre Klaus Otto |
Technik
1: Die Fehleranalyse Vorsorge ist besser als heilen Entenbesitzer, die nach den vorgeschriebenen Intervallen die Wartungsarbeiten in eigener Regie durchführen, braucht diesen Beitrag eigentlich nicht zu lesen. Moderne Fahrzeugteile sind so zuverlässig, dass sie vorgegebene Wartungsintervalle überstehen, ein unvorhergesehenes Versagen ist relativ selten. Fehler treten in der Regel nicht urplötzlich auf, sondern entwickeln sich über einen längeren Zeitraum. Größere mechanische Schäden kündigen sich in meist über Hunderte von Kilometern an. Teile jedoch, die gelegentlich ohne jegliche Vorwarnung versagen können, sind meist klein und können mitgeführt werden. Bei der Suche nach Fehlern, die nicht augenscheinlich sind, zahlt es sich aus, erst zu denken und dann zu handeln. Wer ein halbes Dutzend oberflächlicher Einstellarbeiten oder Austauschaktionen startet, mag vielleicht den Fehler beheben oder dessen Symptome beseitigen, den wirklichen Grund kennt er jedoch immer noch nicht, und er hat Geld und Zeit verschwendet. Vor der eigentlichen Arbeit lohnt sich also immer etwas Besinnung und logisches Denken. Hierbei sind stets auch Symptome mit zu bedenken, die vor Eintritt des momentanen Fehlers in Erscheinung getreten sind, so zum Beispiel ein Nachlassen der Beschleunig, ein übermäßig hohes oder niedriges Anzeigen irgendwelcher Instrumente, ein ungewöhnliches Geräusch oder ein merkwürdiger Geruch. Bedenken wir bitte: Das Versagen einer Sicherung oder einer Birne oder einer Zündkerze z.B. kann immer auch ein Hinweis auf eine noch nicht bedachte andere Störung sein. Grundregeln der Fehlersuche Will der Wagen nicht starten oder bleibt er unterwegs unvorhergesehen liegen, sind stets einige Grundregeln zu beachten.
Fehler in der Elektrik
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| Fehler und Ursache | Abhilfe | |
| Der Motor springt nicht an | ||
| Die Batterie ist leer |
Aufladen
der Batterie |
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| Plus-
oder Minuskabel an der Batterie korrodiert oder nicht fest
Das Minuskabel am Getriebe ist in sich gebrochen Kabel zum Anlasser bzw. Anlasser ist locker oder brüchig |
Pole
und Polklemmen reinigen, mit Polklemmenfett einschmieren, festziehen
Durchgang der Kabel mit Prüflampe prüfen |
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| die hinten am Zündschloss aufgesteckten Kabel sind locker oder abgefallen | wieder aufstecken, ggf. etwas zusammenbiegen | |
| Zündschloss ist defekt | Kontaktplatte ersetzen | |
| Der Anlasser ist defekt | Anlasser austauschen oder reparieren lassen | |
| Der Anlasser dreht den Motor nur langsam durch. | ||
| Die Batterie ist zum Teil entladen | Aufladen | |
| Korrosion an den Batteriepolen | Polklemmen und Batteriepole reinigen, mit Polklemmenfett fetten | |
| Verbindung vom Minuspol der Batterie zum Getriebe korrodiert | Alle Verbindungen reinigen, ggf. abschleifen, mit Polklemmenfett fetten, | |
| Verbindung zwischen Minuspol der Batterie und Getriebe ist lose oder abgefallen | festziehen | |
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Kabel am Anlasser ist locker |
festziehen | |
| Anlasser verschlissen (Kohlen, Lager, Kommutator) | Anlasser Austauschen oder überholen lassen | |
| Der Anlasser dreht sich zwar, aber nicht der Motor. | ||
| Magnetschalter oder Ein- bzw. Ausrückmechanismus im Anlasser defekt. Folge: Das Zahnrad am Anlasser greift nicht in die Schwungscheibe | Anlasser
reparieren lassen oder austauschen wer's kann: Magnetschalter reinigen |
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| Zähne am Schwungrad beschädigt oder verschlissen | Schwungrad austauschen | |
| Der Motor dreht, springt aber nicht an. | ||
| Feuchte oder rissige Zündkabel | Zündkabel von Kerze ziehen und an Masse halten. Kommt hier ein Funke? Wenn nein, Zündkabel ersetzten. | |
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Zündspule prüfen ob Anschlüsse fest. Eventuell hat Zündspule einen Riss, auf austretendes Öl untersuchen. Wenn möglich, das ganze mit einer zweiten Person im Dunkeln versuchen: Einer startet, der Andere schaut vorne im Motorraum ob irgendwo Funken springen. |
Anschlüsse fest aufstecken Zündspule austauschen (probeweise von anderer Ente) |
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| Keine Benzinzufuhr: Benzinschlauch am Vergaser abziehen und prüfen, ob Benzin fließt, wenn nein: Kein Benzin im Tank oder Benzinpumpe fördert nicht. | Tanken
Benzinpumpe austauschen |
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| Tankentlüftung im Tankdeckel verstopft, es entsteht Unterdruck im Tank (wir haben durch diesen Unterdruck schon eingebeulte Tanks erlebt). Tankdeckel öffnen und dabei genau hinhören, ob man ein zischendes Geräusch hört. | Wenn danach der Wagen wieder anspringt, Entlüftungsbohrung im Tankdeckel reinigen oder Deckel austauschen | |
| Bei heißem Motor Choke zu weit gezogen. | Reinschieben und erneut starten. | |
| Bei kaltem Motor Choke nicht genug gezogen. | Choke weiter ziehen | |
| Dreck zwischen den Zündkerzenelektroden oder falscher Elektrodenabstand | Kerze mit weicher Messingbürste säubern und Abstand mit Lehre auf 0,7 mm einstellen. | |
| Unterbrecherkontakt verschmutzt oder Kontaktabstand falsch | Kontakte reinigen (mit Bremsenreiniger) oder besser ersetzen, Abstand auf 0,4 mm einstellen | |
| Der Motor zündet, springt aber nicht an bzw. läuft nicht “rund“. | ||
| Der Choke ist bei kaltem Motor nicht weit genug gezogen. | Choke die ersten 2-3 km ziehen | |
| Motor zieht am Vergaser Nebenluft | Vergaserfußschrauben festziehen | |
| Motor
zieht an der Dichtung zwischen Krümmer und Zylinderkopf Nebenluft
Krümmerdichtungen überprüfen. Wenn ok, Krümmer festziehen wie folgt: |
Ventildeckel abnehmen, Zylinderkopfschrauben etwas lösen, Krümmerschrauben festziehen (Drehmoment 14 - 19 Nm), Zylinderköpfe mit vorgeschriebenem Drehmoment anziehen (1. Runde 10 Nm, 2. Runde 25 Nm), Ventildeckel wieder montieren (5-7 Nm) | |
| Fehler in der Benzinversorgung | In diesem Zusammenhang kommt auch ein klemmendes Schwimmernadelventil in Betracht. | |
| Der Motor geht plötzlich aus und springt nicht wieder an | ||
| Lockere oder abgefallene Kabel an Zündspule oder Zündkabel. | befestigen oder ersetzen | |
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Feuchte Zündkerzenkabel oder feuchte Zündspule. |
sorgfältig trocknen und reinigen | |
| defekter Kondensator | ersetzen | |
| defekte Zündspule | ersetzen | |
| Motor hat Fehlzündungen, bevor er ausgeht und nicht wieder anspringt | ||
| Leerer Benzintank | tanken | |
| Benzinfilter verstopft oder Benzinpumpe defekt | austauschen | |
| Schwimmernadelventil im Vergaser sitzt fest. | Vergaser reinigen, Schwimmernadelventil austauschen | |
| Düsen im Vergaser verstopft | Vergaser zerlegen und reinigen, Düsen und Kanäle mit Pressluft durchblasen | |
| Motor ist überhitzt | ||
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Ölstand zu niedrig oder falsche Viskosität |
richtiges Öl
nachfüllen Sommer: 15W40, Winter: 10W40 oder 5W40 |
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| Winterabdeckung des Kühlergrills nicht entfernt | bei mehr als +10°C entfernen | |
| Ölkühler von außen verschmutzt | mit Bremsenreiniger und Druckluft reinigen (keine Drahtbürste oder scharfen Gegenstände nehmen!) | |
| Luftleitbleche am Motor lose, beschädigt oder abgefallen | festschrauben, ggf. ersetzen | |
| Zündung falsch eingestellt | richtig einstellen | |
| Die Öldruckanzeige leuchtet bei laufendem Motor auf | ||
| Ölstand ist zu niedrig oder das Öl hat die falsche Viskosität | richtiges Öl
nachfüllen Sommer: 15W40, Winter: 10W40 oder 5W40 |
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| Der Öldruckschalter ist defekt | austauschen | |
| Das Kabel vom Öldruckschalter zur Kontrollleuchte hat Masseschluss | prüfen, ersetzen | |
| im Standgas nach Autobahnfahrt, verlischt beim Gas geben: Überhitzter Motor | abkühlen lassen | |
| Ölfilter ist wegen Verschmutzung verstopft | regelmäßig wechseln (spätestens alle 20.000 km) | |
| Ölüberdruckventil im Motor defekt/klemmt | reinigen, ggf. ersetzen | |
| die Hauptlager der Kurbelwelle sind verschlissen | neuer Motor | |
| ungewöhnliche Motorgeräusche: Klingeln beim Beschleunigen, v.a. am Berg/aus niedrigen Drehzahlen | ||
| falsches Benzin getankt, zu wenig Oktan | Super / Super Plus tanken (sollte nur für 29, 30, 32-PS-Motoren nötig sein) | |
| Zündeinstellung stimmt nicht, zu viel Frühzündung | einstellen | |
| Fliehgewichte zur Zündverstellung defekt | ersetzen | |
| Ausgeschlagener oder falsch eingestellter Vergaser | ersetzen/einstellen | |
| Übermäßige Verbrennungsrückstände im Motor | Motor überholen | |
| Pfeifen oder Zischen | ||
| Der Vergaser ist undicht bzw. leckt | Abdichten, ggf. erneuern | |
| verschlissene Dichtungsringe am Kurbelgehäuse | erneuern | |
| Klappern | ||
| Ventilspiel zu groß | richtig einstellen (lieber zu groß als zu wenig!) | |
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Ventilführungen
verschlissen
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Motor überholen | |
| Klopfendes Geräusch | ||
| Unbeabsichtigte mechanische Kontakte, z.B. Lüfterflügel am Lüftergehäuse, Auspuff am Wagenboden | Gehäuse richten
Auspuff richtig verlegen |
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| Keilriemen verschlissen | ersetzen | |
| Defekt an einem Nebenaggregat, z.B. an der Lichtmaschine. | ersetzen | |
| Ausgeschlagene Hauptlager der Kurbelwelle (Rumpeln und Klopfen, u.U. stärker unter Last) | Motor überholen | |
| Kolbenkipper (insbesondere bei kaltem Motor zu hören) | Kolben, Ringe und Zylinder tauschen | |
| Die Liste könnte beliebig fortgesetzt werden, doch dies sind die häufigsten Schäden. | ||
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