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Der kleine
Rundbrief für Citroën-Freunde
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Schnuffel-Treffen in Heinsheim (Bad
Rappenau)
Alle zwei Jahre findet die Ente am Neckar in ihr ursprüngliches Element: Das Wasser. Wolfgang & Wolfgang veranstalten das Schnuffeltreffen nach dem Motto: Why be normal? Das Treffen ist für alle Fahrzeuge gedacht, vorausgesetzt, sie sind möglichst weit vom Originalzustand entfernt. Mattschwarze Lackierung angenehm, auch das Entfernen ganzer Räder oder Dächer ist freigestellt. Schwimmfähigkeit ist kein Muss, wird aber gerne genommen. Einige 2CV-Teile sollten verbaut sein, müssen aber nicht. |
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| Kinder dürfen auch Styropor und Blätter verwenden. Die Eltern verwenden Ölfässer und Schaufelräder oder Aluboote. In der Pontonente fühlten wir uns spontan wohl: Wie in der eigenen strömte das Wasser unter den Lattenrosten durch den Fußraum. Dafür zeichnete sich das Dach durch Abwesenheit aus. Meine Ente ist nur unwesentlich besser vor Wasser geschützt. Ich werde sie sofort mit Lattenrosten nachrüsten, so behält man auch unter den Monsun-Bedingungen dieses "Sommers" trockene Füße. Nach jeder Rundfahrt wurden die Zündkabel gewechselt. "Nicht vom Gas gehen," kommandierte der erste Ingenieur den Kapitän. "Der Motor geht sonst aus." | ||
| Der Motor atmete
durch ein hochgelegtes Abwasserrohr, das neben dem rechten Ohr des Fahrers
- pardon: Kapitäns - endete. Es erlaubte einen direkten akustischen
Kontakt zum Vergaser, der sich in Linkskurven mit lautem Patschen zu Wort
meldete. Die Paddel im Fahrgastraum verströmten ein gewisses Gefühl der
Beruhigung bei den Passagieren.
Ein spezieller Umbau, an dem garantiert 0 % 2CV-Teile zur Verwendung kamen, ist eigentlich noch gar nicht existent. Stolz parkte der Erbauer eines sechsrädrigen Amphibienfahrzeugs seinen Prototyp zwischen den Enten. |
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Links präsentiert sich der Veranstalter auf seinem Trike, dass nach eigenen Angaben sogar eine Tüv-Zulassung bekommen könnte. Welcher Führerschein für den Zentaur erforderlich ist, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. |
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Auch
wenn sie nicht schwimmen, wurden drei Lomaxe doch wohlwollend aufgenommen.
Sind sie doch ebenfalls Zeichen einer ungehemmten Individualität. In
keinem Detail glichen sich die drei Roadster.
Am besten gefiel uns das Finish des rechts abgebildeten Kühlergrills: Die Abtropffläche einer Zapfanlage und ein Spülbeckenabfluss wurden hier formschön zweckentfremdet. |
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Das black-is-beautiful-Auto gehörte nicht der Band, die Samstag Abend einen langen Auftritt gab, obwohl die Vermutung nicht von der Hand zu weisen war. Eine gekonnte Mischung aus Blues, Rock, Punk und deutschen Texten fesselte die Besucher bis weit in die Nacht. "We don't need a tent" - zwei Pavillons und eine Plane halfen auch, als genau zum Beginn des Konzerts ein nicht vorgesehenes Gewitter seine Wasser hemmungslos auf den Treffenplatz ergoss. Die Abkühlung war indes willkommen - den ansonsten unbeteiligten Besucher führte bei höchstsommerlichen Tagestemperaturen schon die reine Anwesenheit von sich selbst an seine thermische Belastbarkeitsgrenze. | |
| Hier sehen wir einige Besucher bei ihrer anstrengendsten Treffentätigkeit: Dem einarmigen Reißen hervorragend gekühlter Getränke. Wir loben und preisen hiermit den Erfinder des kompakten Kühlanhängers, der über das gesamte Wochenende ein nicht versiegender Quell eiskalter Freude war. Und den Veranstalter, der weder Mühen noch Kosten gescheut hatte, die keine Annehmlichkeit missen lassende Infrastruktur herbeizuschaffen, zu betreiben und wieder aufzuräumen. | ||
| Selbst drei Telefonszellen waren vorübergehend installiert worden. Man konnte darin sogar sitzen und die Tür verriegeln. Für traurige Telefonate (z.B. mit der nicht anwesenden Angebeteten) wurden schmale Taschentücher von der Rolle bereitgehalten. Dafür benötigte man zum Telefonieren weder Münzen noch eine Telefonkarte. Die Wahl der Telefongesellschaft war dem Nutzer völlig freigestellt und hing ausschließlich davon ab, welches Handy man benutzte. Unklar blieb, warum die Telefonzellen nach Männern und Frauen getrennt waren. Vielleicht telefonieren Frauen länger, oder so. | ||
| Grufties sind auch Menschen mit Herz - dies bewies die links abgebildete Ente. Die Lackierung war selbstverständlich in dezentem Mattschwarz gehalten. Im Heckfenster warben zwei Enten und ein Bärenmarke-Teddy mit Erfolg um Sympathie. Der Fahrgastraum war mit weiteren Stofftieren abgepolstert. Diese Maßnahme schützt vor Verletzungen an scharfkantigen Fahrzeugteilen und ersetzt die fehlenden Seitenairbags. Durch das Öffnen des Daches wurde dem ansonsten unerwünschten Gewächshauseffekt im Wageninneren Abhilfe geschaffen. | ||
| Eine andere Interpretation des Themas "Schwimmente" zeigt nebenstehendes Foto. Die erforderliche, werksseitig jedoch nicht vorgesehene Korrosionsfestigkeit wurde durch eine Ganzkörper-Verzinkung aller Blechteile hergestellt. Raffinierte Applikationen submariner Themen auf den Türen sorgen in allen Fahrsituationen für ein ausreichendes Schwimmgefühl, selbst wenn der Wasserstand nur bis zu den Profilrillen der Reifen reicht. Die Sicht des Fahrers wird freilich durch einen quer hinter den Fenstern der Kommandobrücke aufgehängten Duschvorhang negativ beeinflusst. | ||
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Blickt man von
oben auf das Treffen zurück, stellt sich die Frage, warum dies das erste
Mal war, dass der Chronist von der französischen Grenze bis zum Neckar
vorgedrungen war. Lange haben wir uns nicht mehr so wohl gefühlt auf
einem 2CV-Treffen. Unser besonderer Dank gilt Schnuffel und allen seinen
ehrenamtlichen Helfern, die eines der sympathischsten "kleinen"
Treffen wahr gemacht haben, das wir in der letzten Zeit besucht haben.
Insgesamt war die Besucherzahl sehr hoch, mehr als 10.000 Tagesgäste wurden gezählt. 5 Feuerwerke, Hubschrauberrundflüge, Hundevorführungen, Modellspeedboot-Rennen und viele kleine Attraktionen mehr rundeten das Treffen gelungen ab. Dafür unser Dank an die Gemeinde Heinsheim, die das Rahmenprogramm (Neckarfest) "flussgelaunt" gestaltete. Karsten, Happy Ents Saarbrücken |
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