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Der kleine
Rundbrief für Citroën-Freunde
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Filmbesprechung
Das große Rennen von Belleville Dass ein 2CV in einem Spielfilm vorkommt, ist an sich noch keine besonders erwähnenswerte Tatsache. In unzähligen Filmen spielen 2CVs eine Hauptrolle. Jeder denkt sofort an James Bond "For Your eyes Only" ("In tödlicher Mission"). Citroen hat hierzu seinerzeit sogar das 007-Sondermodell mit aufgeklebten Einschusslöchern herausgebracht. Oder an Louis de Funés, in dessen Filmen aus den 60er und 70er Jahren ständig Enten vorkommen. Doch der 2CV erobert auch das Zeichentrick-Genre. Dieses Jahr erschien "Das große Rennen von Belleville", ein Meisterwerk des skurilen Humors, das in keiner DVD-Sammlung fehlen sollte. Die französische Mafia im New York ("Belleville") der frühen 50er Jahre fährt nicht etwa 11 CV als Gangsterlimousinen, sondern gestretchte 2CVs mit dem Kennzeichen "in vino veritas". Doch der Reihe nach: Madame Souzas Enkel Champion trainiert unter ihrer Anleitung unermüdlich für die Tour de France. Schließlich kommt der große Tag. Angefeuert von seiner Oma, die ihm samt ihrem treuen Hund Bruno im HY folgt, kämpft er sich tapfer auf den Mont Ventoux, als ihn mysteriöse schwarze Männer kidnappen. Sie verschleppen ihn nach Belleville in die Unterwelt, wo ihn die unverwüstliche Madame nach vielen Abenteuern wiederfindet und befreit. Zart besaitete Entenliebhaber sollten sich den Film ohne Altersbegrenzung, der allerdings eher für Erwachsene gedacht ist, nicht ansehen, denn in der spektakulären Verfolgungsjagd, die nun folgt, gehen die Enten-Limousinen der Bösen in großer Zahl zu Bruch. Die Kritiker von www.kino.de urteilen: "Das große Rennen von Belleville" ist ein hinreißender Film, aber sicherlich nicht, weil er so hübsch anzusehen ist. Stattdessen macht Sylvain Chomet komische, unheimliche, ängstigende und schöne wie hässliche Dinge zugleich. Merkwürdig einnehmend ist der nicht weniger originelle Soundtrack mit seiner atmosphärischen Geräuschkulisse, dem Grunzen und Seufzen der Figuren, das jegliche Kommunikation ersetzt. Fazit: Mehr als ein Lichblick im nicht enden wollenden Zeichentrickmüll der letzten Jahre. Skuril und ernst, lustig und traurig zugleich, erfrischend anders als aller Hollywood-Kitsch, und wunderbar gezeichnet, mit völlig eigenem Stil und ohne all den Phantasy-Müll, der sonst die animierte Zeichentrickwelt von heute so beherrscht, ist "Das Rennen von Belleville" ein Muss für alle cineastisch veranlagten Citroën-Freunde. Zu finden ist er eher in Vorstadt-Programmkinos oder auf DVD als in den teuren Mainstrean-Glitzertempeln. |
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| Red. | ||
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