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Der kleine Rundbrief für Citroën-Freunde
23. Jahrgang 2004 - gegründet 1981

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Happy Ents Saarbrücken

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Lang_Dirk_037.jpg (44643 Byte) Citroënchentreffen unplugged

Das Citroënchentreffen in Langgöns zeichnet sich durch mindestens drei bemerkenswerte Eigenschaften aus: Erstens ist es das Citroënchentreffen. Wer also den Urheber und Redakteur des kleinen Rundbriefs für Citroën-Freunde, Klaus Otto, einmal live erleben möchte, kann dies hier an seiner grünen Acadiane tun. Zweitens ist es ein Treffen ohne viel Programm. Ein Treffen, auf dem das Treffen für Citroën-Freunde aus Nord und Süd, Ost und West im Vordergrund steht, die auch ohne Animateure mit sich selber etwas anfangen können. Ohne Spiele, ohne Verpflegung, ohne Band. Treffen unplugged halt. 

Lang_Dirk_043.jpg (39396 Byte) Und drittens ist das zweite Septemberwochenende fast immer herrliches Altweibersommerwetter in Hessen. Ich kann mich an kein Citroënchentreffen erinnern, das so richtig ins Wasser gefallen wäre. 

So kamen dann auch mehr Enten als der Platz fassen konnte. Auf der Zufahrt bildete sich ein Entenkonvoi der Tagesgäste. Zum Parken, wohlgemerkt, nicht zum Fahren. 

Lang_Dirk_039.jpg (37798 Byte) Obwohl die Ente mittlerweile fast Oldtimerstatus erlangt hat, verlockt sie Manchen immer noch stark zu individuellen Modifikationen. Links ist der Versuch eines ambitionierten Schraubers abgebildet, einen Belleville Mafia 2CV nachzubauen (siehe Filmkritik in dieser Ausgabe und nebenstehendes Foto). Die gestretchte Wellblechhaube nachzubauen hat seine Dengelfähigkeiten allerdings überfordert.
Lang_Dirk_060.jpg (39843 Byte) Ein ganz anderes Produkt deutscher Bastelkeller zeigt das ganze Ausmaß unausgelasteter Kreativität: Der 2CV-Einzylinder-Standmotor. Man drehe einen 2CV-Motor um 90°, entferne das untere Pleuel samt Kolben, Zylinder und Zylinderkopf, verschließe die entstandene Öffnung sorgfältig, modifiziere Ansaug- und Auspufftrakt entsprechend, und fertig ist der Kult-Motor auf 2CV-Basis. Der Zweck des Motors? Dirk, unser heutiger Fotograf, sagt, das "Gerät" habe keine wirkliche logische oder effektive Funktion. Es sieht toll aus, wenn es so vor sich hin blubbert und Krach macht. 
Lang_Dirk_070.jpg (39516 Byte) Wie wurden die extremen Vibrationen unterbunden? Letztes Jahr gar nicht, da hätte das Gerät es gut als Rüttel-Platte getan. Dieses Jahr hat Hugo der Schwungscheibe sehr viel zusätzliches Gewicht verpasst und die Verdichtung reduziert, indem er den Kolben abfräste. Folglich blubberte es mit sensationell geringem Leerlauf stabil vor sich hin und rüttelte auch bei höherer Drehzahl kaum. Hubraum ist halt durch nichts zu ersetzen außer durch Schwungmasse. 

Doch zurück zu dem üblichen Treffenbericht. Pünktlich zum Abendessen gab es ein Feuerwerk. Brandmeister Peter und Michael fachten mit kundiger Hand die Grill-Glut unplugged an. Wie oft haben uns die Handföne der Beiden schon den Grillabend gerettet (siehe Bericht von Framont in dieser Ausgabe)!

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Nach guter alter Treffensitte wurde bis weit in die Nacht am Lagerfeuer gefeiert. Anders als bei Asterix üblich wurden die Barden jedoch nicht am nächsten Baum aufgeknüpft. Im Gegenteil - vier Gitarrenspieler waren zusammengekommen und gaben eine spontane Jam-Session, wie sie schon lange nicht mehr gehört wurde. Spät, ganz spät verschwand schließlich einer nach dem anderen im Zelt oder in der Entenherberge.

Fazit: Großer Dank an Siggi, der den gemütlichen Platz und alles drumherum wieder organisiert hat, und an alle, die zum Gelingen des Treffens beigetragen haben!

Text: Karsten, Fotos: Dirk Drücker

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