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Der kleine
Rundbrief für Citroën-Freunde
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Die
Wiedergeburt einer Rothaut mit Doppelwinkeln statt Kriegsbemalung
Es war einmal ... ein tapferer kleiner Indianer, der hieß Zwei Pferde. Er war kein besonders starker Krieger, schön anzusehen auch nicht und obendrein sprach er mit einem fisteldünnen Stimmchen, so dass er unter all den Rothäuten immer ein wenig in der zweiten Reihe stand. Oder dritten und vierten. Und doch war "Zwei Pferde" ein lustiges Kerlchen und hatte eine treue Gefolgschaft. Das waren meist junge abenteuerlustige Leute, die sich freuen konnten an dem, worüber andere lachten. Doch leider, so fand der kleine Krieger "Zwei Pferde" heraus, wandten sich die jungen Leute sobald sie älter wurden anderen Kriegern zu, den stolzeren und schnelleren. Oft blieb "Zwei Pferde" ungeliebt und ungepflegt zurück und führte sein lustiges Leben nur noch im Fotoalbum ... So weit die überlieferte Legende. Vor zehn Jahren gehörte der Citroen 2CV noch alltäglich zum westdeutschen Straßenbild, allerdings damals schon als eine Art rollende Verkehrsinsel, vom übrigen Verkehr als stehendes Objekt großzügig umfahren. Man hätte sich ja was holen können von den ranzigen Karren ... in der Tat zählte die Ente damals gewissermaßen zum Bodensatz der Transportmittel. Platz für vier, billig zu fahren, billig zu halten, der Status knapp überm Mofa. Wer an schmalem Geldbeutel litt, ob Bonvivant, Student oder Künstler, fuhr 2CV und machte auch einiges Aufhebens drum, verkündete die karge Fortbewegung als Lebensstil – bis der Geldbeutel sich erholte. Dann landete das vormals noch so gelobte Auto in den Kleinanzeigen und durfte den nächsten "Hungerleider" schaukeln. Doch irgendwie hat die Ente die Kurve gekriegt. Studenten fahren inzwischen andere Autos und Künstler finden sie zum Verheizen zu schade. Vor allem aber erinnern sich immer mehr Menschen ihrer frohen Stunden mit dem kleinen Krieger "Zwei Pferde" und widmen Ihm eine Wertschätzung, die er während der ganzen beachtlichen 41 Jahre seiner Herstellung nur selten erfahren hat. Neu dabei: Diese Wertschätzung geht in die Tiefen des Blechs und drückt sich auch in klingendem Euro aus. Unerhört, nie vermutet – heute wahr : Die Ente ist kein Billigauto mehr ... „Für die Ente bekommt man heute richtig qualitativ hochwertige Teile. Aber das hat natürlich seinen Preis. Wenn man sich wirklich drauf einlässt und sein Auto dauerhaft fahren will, dann muss man schon gutes Geld anlegen – und zwar knapp dieselbe Summe in Euro, die eine Ente zuletzt neu kostete.“ Dafür hat man dann aber auch ein Auto, das in der Charmewertung so ziemlich alles aussticht, was nicht der Vorkriegszeit entstammt und dennoch vollwertig im Alltag läuft und einem auch heute nicht die Haare vom Kopf frisst. Merke : Nimm Döschwo – nie war er so wertvoll wie heute. . . Es war einmal ein tapferer Krieger. Er war nicht stark und nicht schön, aber ein kleiner Kreis Getreuer fand ihn viel freundlicher als all die anderen Krieger. Und die Getreuen beschlossen "Zwei Pferde" zu Ihrem Häuptling zu machen, damit sein Fistelstimmchen noch lange erklingen möge und die Herzen der Menschen erwärme. Mit freundlicher Genehmigung von Till Schauen, Redakteur der Zeitschrift Oltimer-Markt / Praxis. |
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| Diese kleine
Geschichte sollte ursprünglich als Vorwort im Bericht zum „Neuaufbau
einer Ente“ in der Oldtimer-Praxis Heft Oktober 2004 abgedruckt werden.
Die Redaktion entschied sich leider anders, aber ich bekam von Till
Schauen die Erlaubnis seine phantasievolle Story zu übernehmen und wollte
sie Euch nicht vorenthalten.
Die Ente, deren Werdegang im oben genannten Artikel besprochen wird, hat unser begnadeter Schrauber Ingo, 2CV-Club (Action-Ents-Saar) für unsere allerliebste Daniela vom 2CV-Club Happy-Ents Saarbrücken mit viel Sachverstand und Mühe komplett neu auf einem verzinkten Rahmen von der Firma "Der Franzose" aus Vechta (Norddeutschland) aufgebaut. Daniela ist ganz happy mit dem glänzenden Prachtstück und freut sich, nun ein Fahrzeug ihr Eigen nennen zu können, welches auf hoffentlich lange lange Sicht hin den Kräften der Natur und dem Alltagsgebrauch trotzen kann. Ich wünsche es Ihr und danke Ingo für seine erfolgreichen Bemühungen um unseren „Entenbestand“, der Reaktion der Zeitschrift Oldtimer-Praxis für die Veröffentlichung, dem Fotografen Andreas Beyer für die tollen Aufnahmen und ganz besonders Till Schauen für den kleinen Krieger "Zwei Pferde". |
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| Ronny, 2CV-Club Action-Ents-Saar | ||
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