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Der kleine Rundbrief für Citroën-Freunde
23. Jahrgang 2004 - gegründet 1981

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Happy Ents Saarbrücken

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Reiseberichte

Raid Gedern-Kirkel vom 25.7. bis 30.7.2004

Nachdem sich die Organisatoren soviel Mühe mit der Raid gemacht haben, möchten wir uns an dieser Stelle mit einem kleinen Bericht darüber bedanken.

Am Einschreibenachmittag gegen 17 Uhr in Gedern wunderten wir uns, dass sich nur drei Teilnehmer gemeldet hatten und nun beim Briefing dabei waren. Oh wie nett, dachten Patricia und ich, als wir die anderen Teilnehmer sahen, die wir erst in Gedern kennen gelernt haben. Dies waren Alex und Katja mit Tochter Lara aus der Schweiz mit ihrem blauen HY und Aniek und Eric mit Hund Lou aus Holland mit ihrer Acadiane.

Schade, dass nicht mehr Lust und Zeit bzw. Urlaub hatten, die Raid mitzufahren. Wir hatten die zwei Treffen und die Raid als 14-tägigen Urlaub geplant. Unbeirrt dieser Tatsache wurden wir über die Route, mögliche Besichtigungspunkte und Übernachtungsplätze ausführlich informiert und mit Infomaterial in reichlicher Menge gefüttert. 

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Abfahrt sollte Sonntag gegen 11 Uhr sein, da wir aber noch die Verwandtschaft zu verabschieden hatten, ging es für uns erst gegen 15 Uhr los. Die anderen Teilnehmer und die Organisatoren fuhren schon mal los, um sich im Hessenpark, einem Freilichtmuseum, die Füße zu vertreten. Ziel war Runkel an der Lahn, welches wir auf kürzestem Weg pünktlich zum Abendbrot ansteuerten. 

Auf der Landstraße ergab sich ein interessantes Überholmanöver, als ich vor uns einen Traktor mit schwerem Anhänger in einer lang gezogen Kurve sah. Die Straße führte steilerwerdend bergauf und der Gegenverkehr war nicht einsehbar. Das Gespann zockelte wohl mit 30-40 km/h, und wir holten mit unseren HY und Anhänger mit etwa 80km/h auf. Ein Überholen wäre an diesem Berg undenkbar gewesen, sobald ich hinter dem Gespann bremsen hätte müssen. Ich hatte keine Lust zu bremsen und sah rechts einen Straßenbogen, der als Parkplatz ausgebaut war. Könnte ich es schaffen, den Traktor mit Anhänger auf einer Außenkurve zu überholen? Unser Axel hätte gesagt: „Versuch macht klug“. Also bloß nicht vom Gas gehen, und gerade als ich dem Gespann auffahre, beginnt das spannende Rennen. Blinker rechts, auf den Parkplatz und Luft anhalten. Als wir am Parkplatzende auf die Straße zurück wollen, haben wir sogar noch einen minimalen Vorsprung herausgefahren. Geschafft. Ein erhebendes Gefühl ohne vom Gas zu gehen über einen Straßenbypass ein Gespann überholt zu haben.

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Heile Welt im Hunsrück

Als nächstes Highlight erlebten wir einen Mähdrescher, auf den wir auf einer kleinen Straße ohne Mittelstrich aufliefen. Sein Mähwerk war fast so breit wie die ganze Straße, so dass auch hier kein Überholen möglich war. Während der folgenden Minuten überlegten wir uns was wohl passieren würde, wenn hinter einer Kurve Gegenverkehr mit vielleicht 80 oder 100 km/h auftauchen würde. Gott sei Dank bog er dann aber in ein Feld ab und wir konnten bequem im 3. Gang mit vmax=90km/h der Straße folgen.

Auf dem Campingplatz in Runkel wurden wir gleich vom Entenstammtisch Rhein-Lahn empfangen, der diesen Teil der Raid ausgearbeitet hatte. Erwin, Manfred und Christian mit Freundin Susanne sowie Sven sorgten für Treffenstimmung auf dem Campingplatz.

Am nächsten Tag stand ein Ausflug in die nah gelegene Stadt Weilburg auf dem Programm. Interessant waren hier die drei nebeneinander gelegenen Tunnel für Fahrzeuge, Schiffe und Eisenbahn. Der Schifffahrtstunnel hatte sogar eine mehrstufige Schleuse. 

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Tags drauf ging es die Lahn entlang Richtung Rhein. In Limburg wurde noch nach Autogas gefahndet, damit die Acadiane preisgünstiger fahren konnte. Unterwegs wurde in der Brauerei Maximilians-Bräu eingekehrt um dann gestärkt die Loreley zu besichtigen. Mit der Fähre ging es über den Rhein nach Oberwesel, wo wir auf Meggi trafen, die sich uns spontan anschloss. Wir schraubten uns die steile Weinbergstraße hinauf in den Hunsrück, unterquerten die A61 und hielten auf den Flughafen Hahn zu.

In Büchenbeuren wurden wir von Holger und Antje kurzerhand gastfreundlich zu Hause empfangen, da entgegen der ursprünglichen Planung der Übernachtungsplatz für 3 Raidteilnehmer überdimensioniert gewesen wäre. Womit keiner gerechnet hatte war, dass Rolf, Jan, Tinchen und Feit, die nur mit einem Zwischenstopp nach Kirkel fahren wollten, sich auch schon bei Holger und Antje einquartiert hatten. Gut, dass Holger im Vorfeld seine ganze Wiese gemäht hatte. Wir hatten wieder eine große Runde am Lagerfeuer. Auf einen Besuch kam Eckehard vorbei, den wir dann überredeten, gleich morgen wieder zukommen, damit er uns die Mosel zeigen kann. Gesagt, getan. Die HY’s blieben stehen, die 7 Insassen verteilten sich bei Manfred, Eckard und Meggi in die Enten, und auf ging es zu einer Stadtbesichtigung in Bernkastel-Kues. Auch eine einstündige Schifffahrt auf der Mosel ließen wir nicht aus. Danach ging es moselabwärts mal rechts, mal links vom Fluss nach Briedel zu einer von Meggi morgens spontan organisierten Weinprobe im Weingut bei einer alten Schulfreundin. Mit ein paar Flaschen im Magen und im Kofferraum ging es zurück, wo Holger schon mit seinem Grill auf uns wartete. 

Mittlerweile war auch Karsten wieder zu uns gestoßen, der uns an den nächsten Tagen führen sollte. Über die Hunsrück- Höhenstraße ging es am Morgen nach Westen. Karsten führte uns über eine nette Schotterpiste zum Ort "Abent(h)euer". Also wer mal was erleben will muss nach Abentheuer fahren.

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Meggi hat uns zu Kaffee und Kuchen eingeladen, so dass wir nach Bosen fuhren. Idealerweise konnten wir gleich den Bostalsee und den Veranstaltungsbereich sehen, auf dem das 2. Int. Deutschlandtreffen für Freunde des 2CV ausgerichtet werden soll. Vielleicht bringe ich dann mal unser kleines Segelboot mit. Auf der Weiterfahrt nach Mettlach nahmen wir die Fabrikeinkaufsgelegenheiten war und steuerten an der Saarschleife vorbei auf den Campingplatz nach Nennig an der Mosel.

Karsten und ich schwammen mal eben durch die Mosel von Deutschland nach Luxemburg (Remich) und zurück. Danach war die Hitze des Tages vergessen. Die Frauen bevorzugten den Weg mit dem 2CV über die Brücke, um preiswert Kaffee, Wein und Tabak zu kaufen. Zu unserer Überraschung kreuzten weitere Enten aus der Schweiz auf, die unterwegs nach Holland waren. Markus brachte noch einen Lastwagen voll Brennholz mit, und schon konnte das abendliche Lagerfeuerevent starten. Mit jeder Palette, die aufs Feuer kam, mussten wir mit mindestens 20l Wassern verhindern, dass sich das Feuer weiter ausbreitete. 

raid_frankreich.JPG (65515 Byte) raid_weinprobe.jpg (63508 Byte)Am nächsten Tag wurde in Nennig ein Winzer gesucht, der uns ein paar Flaschen saarländischen Wein verkaufte, den gibt es nämlich nur an der Mosel. Eine kleine Dreiländertour nach Luxemburg zum Tanken und nach Frankreich haben wir dann mit unseren Fahrzeugen gemacht. In Sierck-les-Bains in Frankreich haben wir eine Ente und eine Acadiane am Straßenrand gesehen, die wir gerne mitgenommen hätten, da sie noch gut in Schuss waren. Interessant waren die Unterschiede in Landschaftsbild, Kultur und Architektur der drei Länder.

Über schöne Landstraßen ging es dann zurück nach Saarbrücken und weiter nach Kirkel zum Saarlandtreffen. Auf dem Treffen in Kirkel gab es schließlich  eine Ehrung und Preise für die Raidteilnehmer. 

Wir möchten uns bei den Organisatoren der Raid ganz, ganz herzlich bedanken. Ihr habt Euch wirklich viel Mühe gegeben und es hat Spaß gemacht mit Euch die Tage zwischen den Treffen zu verbringen. Wir sehen uns spätestens auf dem nächsten Deutschlandtreffen in 2 Jahren.

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Text und die meisten Fotos: Patricia, Uli, Katharina und Charlotte mit AW-HY 80 und AW-RL 81 www.ahrtaler-entenfreunde.de, noch ein paar Fotos: Karsten

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