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Der kleine
Rundbrief für Citroën-Freunde
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Bei Problemen mit der Beschaffung gebrauchter Sitz-Ersatzteile kann man die Ersatzteile neu bei dem Mehari-2CV-Club Cassis in Südfrankreich bestellen: www.mehari.com. (Hier gibt es auch Fotos der benötigten Teile.) Hier gibt es sogar das Metallgestell für die Sitze neu, allerdings für schlappe 248 Euro. 10 Gummiringe kosten 8,19, und die Leinenbespannung für einen Sitz gibt es für 12,38. Clubmitglieder erhalten substanzielle Rabatte. |
Nachdem ich
neuerdings des öfteren nach Entensitzen gefragt werde, da die alten
durchgesessen sind, nachfolgend ein Bericht, der schon in früheren Jahren
zu diesem Thema im “citroenchen“ erschienen war.
Reparatur eines durchgesessenen FahrersitzesBei häufig und viel geflogenen Enten fällt immer wieder auf, dass nach geraumer Zeit der Fahrersitz durchgesessen ist, unschöne Beulen und Kuhlen weisen darauf hin. Dies ist auch nicht verwunderlich, wird doch in jedem Auto der Fahrersitz statistisch gesehen häufiger als jeder andere Sitz im Wagen benutzt. Ist ein derartig „ausgeleierter“ Fahrersitz wieder aufzubauen? Die Antwort lautet: „Ja!“ Als Vorbereitung hierfür besuchen wir den nächstgelegenen Schrottplatz oder Gebrauchtteilehändler. Ist dort eine alte Ente gefunden, nehmen wir möglichst die Rücksitzbank, da diese in der Regel am wenigsten benutzt wurde, und entfernen sämtliche Gummiringe, die von hinten bzw. unten zugänglich sind. Anschließend bauen wir möglichst den Beifahrersitz aus. Von unten betrachtet, halten die o.g. Gummiringe von den Seiten her ein mit billigem Leinen bespanntes Tuch. Dieses Tuch wiederum ist an den Seiten mit einem stabilen Draht versehen. Dieses Teil benötigen wir ebenfalls. Sind hier die Gummiringe noch nicht brüchig und somit alt, wandern diese ebenfalls in unseren Besitz. Man kann ja nie wissen .... Zu Hause angelangt, versuchen wir, vor dem eigentlichen Neuaufbau der Sitzfläche unseres Fahrersitzes, die soeben an Land gezogenen Gummiringe vor einer weiteren Verarbeitung zu konservieren bzw. geschmeidig zu halten. Gute Erfahrungen habe ich hier mit normalem Salatöl aus dem Küchenschrank gemacht: Im Gegensatz zu Motorenöl greift Salatöl Gummi keineswegs an. Wir nehmen ein Stück Tuch, tropfen hierauf etwas Salatöl und massieren die Gummibänder ein. Wer es mit dem Konservieren von Gummibändern oder überhaupt von Gummiteilen jeglicher Art sehr genau nimmt und auch gleichzeitig etwas Geld übrig hat, nehme hierfür kein Salat- sondern Silikonöl. In jeder Apotheke ist dieses preiswert zu erhalten. Ihr werdet Euch wundern, wie geschmeidig und elastisch nach einer derartigen Behandlung unsere Gummiringe jetzt sind. Das eigentliche Aufpolstern der Sitzfläche unseres Fahrersitzes nach dessen Ausbau geschieht folgendermaßen: Wir versehen das Leinentuch, das wir uns besorgt haben, an den seitlichen Enden, dort wo die Metallstäbe eingearbeitet sind, in regelmäßigen Abständen mit den Gummiringen, und zwar auf beiden Seiten. Anschließend haken wir die Gummiringe mit dem Tuch in der Mitte am äußeren Rohrrahmen unseres Sitzes, dort, wo bereits diese Ringe eingehakt sind, zusätzlich ein. Bereits jetzt müsste sich die Sitzfläche unseres Fahrersitzes gespannt haben und glattflächig und eben aussehen. Wem dies nicht genügt, nehme jetzt eine normale Tageszeitung und stecke diese von hinten zwischen die beiden Leinentücher. Jetzt spätestens müsste die Sitzfläche nicht nur eben, sondern auch etwas nach oben verschoben sein. Wer bis hierher aufmerksam gelesen hat, wird feststellen, dass dies auch insbesondere für nicht sehr große Zeitgenossen eine ideale Methode ist, die Sitzfläche höher zu legen. Aber Vorsicht: ich mit meinen 1,83 Meter musste das zuvor eingeschobene Zeitungspapier wieder entfernen, da jetzt nämlich das Sichtfeld durch die Frontscheibe, bedingt durch die hohe Sitzposition, beeinträchtigt war. Insgesamt ist dies eine einfache und billige Methode, sowohl den Fahrersitz, als selbstverständlich auch jede andere Sitzfläche in unserer Ente aufzuarbeiten. Ernst-Jürgen Zschiesche |
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