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Vol. 76, 11/2004, p. 1361ff.

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01/2005
 
zur Homepage der
Happy Ents Saarbrücken

www.happyents.de
  2CV-Treffenbericht
063_Arne_Titel.JPG (73110 Byte)
Der Sieger

1 vgl. ZEDLACHER 2004

Schäfer, M. und Schreiber, K.:

Einfluss Anwender-determinierter Variablen auf die Eindeutigkeit heuristischer Bewertungsalgorithmen und deren Implementierung in die belgisch-deutsch-finnisch-österreichisch-schweizerische Forschungslandschaft am Beispiel mobiler Kühlgeräte

oder: "Wie man die Kälte vor der Kälte schützt"1.

Bericht vom Treffen am Brotknochen 2004 mit Kühl-Contest

Teil 1: Objektiv-vorurteilsgeleitetes vorläufiges Endergebnis des  Gutachterteams 

Draft der vorläufigen User-unbeeinflussten Entwurfsfassung 

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Inhalt

Kurzfassung 

1. Hintergrund und Ziel 
1.1 Hintergrund des Kühlschranks 
1.2 Stand der Technik 
1.3 Fragestellung der Sub-Untersuchung 

2. Methode 
2.1 Messstand 
2.2 Temperaturaufzeichnung 
2.3 Erzeugung irreproduzierbarer Versuchsbedingungen 
2.4 Die Testobjekte 

3. Testergebnisse 
3.1 Geräteeigenschaften 
3.1.1 Spezifisches Kühlvolumen 
3.1.2 Nutzgewicht 
3.1.3 Investition 
3.2 Leistungsmerkmale im Betrieb 
3.2.1 Kühlzeit 
3.2.2 Enthalpie 
3.2.3 Kühlleistung 
3.3 Betriebskosten 
3.3.1 Eingesetzte Primärenergie 
3.3.2 Wirkungsgrad 
3.3.3 Spezifische Kosten 

4. Bewertung 
4.1 Zusammenstellung der Testergebnisse 
4.2 Inoffizielle Einzel-Endergebnisse 
4.2.1 Das Ergebnis des Versuchsleiters 
4.2.2: Das Ergebnis des Webmasters 
4.2.3 Die weltweiten Ergebnisse

5. Schlussfolgerungen und Empfehlungen

6. Ausblick

Anhang

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008_Fruehstueck.JPG (86021 Byte)

Kurzfassung

Multiple Vergleichstests werden in der heutigen Gesellschaft immer beliebter. Aber woher kommen die göttlichen Eingebungen, bei der Zusammenfassung der verschiedensten Bewertungskriterien wie "Umfang und Orthographie der Bedienungsanleitung" mit einem Bewertungsfaktor von 33,7196%, "Mindestalter des Bedieners" mit 17,7775% sowie weitere irrelevante Faktoren mit einer jeweils anderen Wichtung zu bewerten und daraus die Gesamtbewertung zu bestimmen? 

MEULLER-LUEDENSCHEID (1998) kommt zu dem Ergebnis, dass Wichtungsfaktoren bei technischen Vergleichstests (siehe z.B. ACDC-Motorwöd 11/2004: Vergleichstest von ....) durch die Höhe des Sponsoring der jeweiligen Hersteller festgelegt werden. Die Autoren wollten abweichend von der Müller-Lüdenscheidschen Vorgehensweise eine objektive Ergebnisvorwahl treffe. 

Ziel der vorliegenden Forschungsarbeit ist es, gleichsam auf dem Metaebene des physischen Vergleichstests mobiler Kühlgeräte an sich, welcher anlässlich des o.g. konspirativen 2CV-et-al.-Treffens am Brotknochen durchgeführt wurde, den Einfluss biasgeleiteter Wichtungsfaktoren zu quantifizieren und im Rahmen einer belgisch - deutsch - finnisch - österreichisch - schweizerischen Zusammenarbeit zu ermitteln.

Der vorliegende Entwurf versteht sich als Informationsinput und Diskussionsgrundlage für die eigentliche Ermittlung des Endergebnisses. Alle wissenschaftstheoretisch interessierten Leser  werden aufgerufen, sich an der Ermittlung des ehrenamtlichen offiziellen Endergebnisses durch die Wahl anwender-determinierter Variablen alias Wichtungsfaktoren zu beteiligen und so einen Beitrag zur Beantwortung der Frage nach der Eindeutigkeit heuristischer Bewertungsalgorithmen zu leisten.

039_team_auswertung.JPG (67228 Byte)

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1. Hintergrund und Ziel

Im Verlauf der Forschungshistorie der internationalen Brotknochen-Forschungsgruppe verdichteten sich Indizien für metaphysiche Einflüsse auf die ansonsten streng klassisch-wissenschaftliche Vorgehensweise bei der Bestimmung von Gesamtbewertungen technischer Vergleichstests. 

Ziel der vorliegenden Forschungsarbeit ist es, den Nachweis der vollständigen und eindeutigen Subjektivität von Vergleichstests zu führen. Zu diesem Zweck wurde als Experiment die Durchführung eines Kühlgerätetests ausgewählt.

 

1.1 Hintergrund des Kühlschranks

Für die Leser, die sich zum besseren Verständnis der Untersuchung zunächst mit dem sozioökonomischen Hintergrund des Kühlschranks befassen müssen, haben wir durch die Firma www.amazon.de folgende Bibliographie erarbeiten lassen (Links zu den Buchbeschreibungen liegen jeweils hinter den Titelbildern):

000_Hintergrund.jpg (62497 Byte)
Hintergrund des Kühlschranks

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Tony Hawks Xaver Engelhard: Mit dem Kühlschrank durch Irland... (Anm. d. Red: Sehr empfehlenswerter, kurzweiliger Roman für Freunde des höheren Blödsinns! Der Autor verliert eine Wette und muss mit einem Kühlschrank einmal um Irland trampen (sic!). Ein Radiosender verfolgt seine Tour täglich. Er dringt tief in die sympathische Seele des irischen Volkes ein und beschreibt seine Erlebnisse auf höchst amüsante Weise.)

Renate Göckel: Tatort Kühlschrank... 

Tobias Bungter: Kölsche Kühlschrank Poesie (200 Magnete)...

Gunnar Staalesen: Die Frau im Kühlschrank...

Katja Rodemann: Von der Kuh in den Kühlschrank...

Kühlschrank- Magnete, m. Buch...

Fritz Pawelzik: Der Kühlschrank auf dem Kamel und andere Geschichten....

Renan Demirkan: Der Mond, der Kühlschrank und ich...

Jürgen Hart: Die Oma im Kühlschrank...

Louise Vincent: Trost aus dem Kühlschrank...

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1.2 Stand der Technik

Über den Stand der Technik des Kühlens müssen wir uns hier nicht weiter auslassen, da dieser hinreichend erforscht und dokumentiert ist. Für den Leser mit wenig Ambitionen zur eigenständigen Literaturrecherche folgt hier ein gekürzter Auszug zum Thema "Kühltechnik" aus 

http://www.melzer.de/web-lexikon:

Eine Kältemaschine setzt einen thermodynamischen Kreisprozess um, bei dem Wärme von Stoffen niedriger Temperatur auf solche hoher Temperatur gefördert wird. Dies kann einerseits zur Kühlung, andererseits zur Gewinnung von Wärme aus Stoffen niedriger Temperatur (Wärmepumpe) genutzt werden. 

Zur Realisierung verwendet man

A) Kaltdampfanlagen

Erforderlich sind ein Kompressions- und ein Expansionselement sowie zwei Wärmetauscher, die in einem Kreislauf derart zusammengeschaltet sind, daß die Wärmetauscher beidseitig zwischen Kompressions- und Expansionselement geschaltet werden.

Für die Kompression und die Expansion gibt es jedoch unterschiedliche Lösungen, die jede ihre Vor- und Nachteile hat. Deshalb unterscheidet man:

Die Kompressionskältemaschine, ausgestattet mit einem mechanischen Kompressor, einem Kolben- oder einem Scrollkompressor, und einem Expansionsventil. Als Arbeitsstoff wird lediglich ein Kältemittel benötigt, das aus nur einer Komponente besteht. Als Antriebsenergie kann nur mechanische Arbeit verwendet werden.

Die Absorptionskältemaschine verfügt zusätzlich über einen Lösungsmittelkreis und einen Kältemittelzweig. Das Arbeitsmittel besteht aus zwei Komponenten, einem Lösungsmittel und dem Kältemittel. Das Kältemittel muss im Lösungsmittel vollständig löslich sein. 

Die Diffusionsabsorptionskältemaschine arbeitet ähnlich wie die Absorptionskältemaschine, die Druckänderung wird jedoch als Partialdruckänderung realisiert. Dazu ist eine dritte Komponente für das Arbeitsmittel erforderlich, ein Inertgas. Ihr Vorteil liegt darin, dass der Druckkörper hermetisch abgeschlossen ist und keine lösbaren Dichtungen benötigt, und dass der Apparat geräuschlos arbeitet.

Die Adsorptionskältemaschine arbeitet mit einem festen Lösungsmittel, dem "Adsorbens", an dem das Kältemittel ad- bzw. desorbiert wird. Dem Prozess wird Wärme bei der Desorption zugeführt und bei der Adsorption entnommen. Da das Adsorbens nicht in einem Kreislauf umgewälzt werden kann, kann der Prozess nur diskontinuierlich ablaufen, indem zwischen Ad- und Desorption zyklisch gewechselt wird.

B) Linde-Verfahren, Joule-Thomson-Effekt (JTE)

Zur Kälteerzeugung wird die Temperatur eines Gases (z. B. Luft, Helium), das im Arbeitsbereich nicht auskondensiert, durch Drosselung abgesenkt. Damit sind sehr niedrige Temperaturen bis in die Nähe des absoluten Nullpunktes erreichbar. Mit dem JTE kann eine Abkühlung von ca. 0.4 K je bar Druckdifferenz an der Drossel erreicht werden. Anlagen werden oft mehrstufig ausgeführt.

C) Thermoelektrischer Effekt, Peltier-Element

Zur Kühlung kann auch ein Peltier-Element verwendet werden, das elektrisch betrieben wird und ohne Kältemittel auskommt, jedoch nur eine geringe Kälteleistung erzeugt.

D) Ausnutzung der Lösungswärme/Schmelzwärme von Salz/Wasser???

Noch zu klären ist der Kälteeffekt durch das vermischen von Wassereis und Kochsalz. Da der Schulunterricht bei allen Beteiligten (incl. 1 Diplom-Physiker) schon zu lange her ist, wusste keiner mehr, warum Eis und Salz kalt werden.

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1.3 Fragestellung der Sub-Untersuchung

Die Fragestellung der Sub-Untersuchung lautete: "Welche mobile Kühlung ist am besten für ein Ententreffen geeignet?"

061_Teststand.JPG (63350 Byte)

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2. Methode

2.1 Messstand

Der semi-mobile, irreversible Kühlgerätemessstand wurde in Fertigteil-Komponenten und Halbzeugen vorgefertigt und mittels eines "Combi-Camp"-Multifunktions-Wohn- und Transportanhängers und eines 2CV Bj. 1986 vom Produktionsstandort zum Experimentort transportiert. 

Der Messstand wurde gefertigt aus den Bestandteilen von drei recycelten Einweg-Holzpaletten, ca. 56 Eisenstiften der Größe 65 x 2,8 (bezogen bei der Firma Wetzel Baustoffe, Hagenbach), ca. 83 Senkkopf-Schnellbauschrauben der Größe 4 x 60 (bezogen aus einer zeitlich limitierten Sonder-Verkaufsaktion der Firma Feinkost Albrecht, Filiale Wörth), 1 Stück Universal-Abdeckplane PVC grau, 887 x 3370 x 1,7538 mm sowie ca. 7,6 m2 Polystyrol-Schaumplatten der Maße 1000 x 500 x 30 mm. Das nebenstehende Foto verdeutlicht das Konstruktionsprinzip. Die zur Beschickung noch offene Front wurde zu Beginn des Experiments ebenfalls mit Polystyrol-Schaumplatten bekleidet. 

046_Kabelsalat.JPG (94579 Byte)

050_Diagramm.JPG (52600 Byte)

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2.2 Temperaturaufzeichnung

Zur Aufzeichnung des Temperaturverlaufs in den Testobjekten sowie der Umgebungstemperatur im Teststand kam eine komplexe auf der Methode des Thermoelements beruhende Messapparatur zum Einsatz. Sie bestand aus folgenden Komponenten:

  • 8 Thermoelemente Typ J, vertrieben von der Versandkette Conrad (es war ne andere, aber sie fällt uns im Moment nicht ein)
  • Ein Datalogger der Firma Pico, Modell TC08, mit acht Eingängen und einer seriellen RS 232-Ausgangsschnittstelle
  • Ein Datenkabel, weiß, gebraucht, beidseitig (im Gegensatz zum Kabelbaum des 2CV, der beidseits äußerst unterschiedlichpolig ist, da im inneren unmotiviert Kabel verschiedenfarbiger Isolierung miteinander verbunden/gesplittet sind) neunpolig 
  • Ein bereits allseits bekannter,  auf dem neusten technischen Stand von 1994 stehender Laptop Toshiba T 1950 CT mit Intel 80486-Prozessor (vgl. J Irrep  Exp Vol 73, 10/2001, p. 2045 - 2056), passiv luftgekühlt, Anschluss des Dataloggers an die serielle Schnittstelle mit der Adresse 3F8 am Interrupt 4. 
062_frost.JPG (71345 Byte)

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2.3 Erzeugung irreproduzierbarer Versuchsbedingungen

Vom Versuchsteam wurde größte Mühe auf die korrekte Einhaltung des alten wie des neuen Titels des vorliegenden Journals verwendet (früher: Journal of Irreproducible Experiments, neuerdings: Journal of Irresponsible Results). Aus diesem Grund wurde die Versuchsreihe in der kalten Jahreszeit statt im Sommer durchgeführt. Dies ermöglichte den Einsatz einer separaten Heizquelle zur Einstellung einer gleichmäßigen Umgebungstemperatur tumg.

Um dem Anspruch der Irresponsibilität UND der Irreproduzierbarkeit der Ergebnisse gerecht werden zu können, mussten einige Kunstgriffe angewendet werden. 

  • Der Teststand wurde in der ersten Versuchsphase (s.u.) inwendig mittels eines katalytischen Propangasheizstrahlers (Pmax = 2kW, nur im Freien zu verwenden) und einer grauen Mehrweg-5kg-Propangasflasche beheizt. 
  • Die Erzeugte Wärme war mit dieser Vorgehensweise nicht einverstanden und schuf sich im Verlauf der ersten Phase unbemerkt einen Notausgang durch irreversible plastische Verformung der verwendeten Dämmplatten. Hierdurch stellte sich jedoch ein Temperatur-Fließgleichgewicht aus zugeführter Wärme und abströmender Heißluft ein. 
  • Aus Irresponsibilitäts- und Vereinfachungsgründen wurde der im Verlauf des Experiments zur größten Überraschung der Versuchsleiter festgestellte erhebliche Temperaturgradient im Inneren des Versuchsstands bei der Auswertung vernachlässigt. 
  • Dieser führte in Phase 2 u.a. zur Irreversiblen Verformung und Blähungserscheinungen eines der Versuchsobjekte.
  • In Phase 3 wurde ferner der Teil einer Messvorrichtung (mit Wasser gefüllte Bitburger-Flasche) durch Aggregatzustandsänderung des Wassers irreversibel kalt verformt (siehe Abbildung).

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2.4 Die Testobjekte

Es kamen fünf auf verschiedenen Kühlprinzipien (s.o.) beruhende Testobjekte zum Einsatz:

006_arnesbox.JPG (73036 Byte) 1. Arnes Kompressor-Kühlbox (nach irreversibler Warmverformung)

Hersteller: WAECO international

Modell CF 18

041_Wolfi.jpg (124259 Byte) 2. Wolfis Eis-Salz-Mischung (im Aufbau befindlich)

Hersteller: Wasserwerke Krems / Hofer 

033_testobjekt1.JPG (80502 Byte) 3. Karstens E-Cooly mit Peltierelement 

Hersteller: Coleman Germany

047_elektrolux.jpg (78257 Byte) 4. Markus' Absorptionskühlbox 

Hersteller: Elektrolux ("Nothing sucks better")

000_Handtuch.jpg (74685 Byte) 5. Hannes' Handtuch: 

Hersteller/Vertrieb: C&A Austria,

H2O (Regenwasser/Tau aus der Eifel), kostenfrei

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______________
2 vgl. SICK, Bastian: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. 7. Auflage Köln 2004. Die Autoren sind der Auffassung, dass die von SICK genannte These in dieser Form nicht haltbar ist. Dies zu untermauern sprengt jedoch den Rahmen dieses Beitrags und  wäre gegebenenfalls Gegenstand einer zusätzlichen Untersuchung.

3. Testergebnisse

wpe2.gif (13396 Byte)  wpe6.gif (10687 Byte)
Rohdaten und bereinigte Messdaten

Die linke Abbildung zeigt den Original-Messschrieb der Temperaturaufzeichnung über die gesamte Versuchszeit. Der Messkurve der Raumtemperatur (Referenzkurve) war ein starkes weißes Rauschen überlagert, das in Abbildung 2 mit Hilfe der Funktion des gleitenden Mittelwertes egalisiert wurde. 

Zum Ausgleich des anfänglichen Temperaturshifts, der aufgrund des nicht vollständig synchron ablaufenden Startvorgangs der Befüllung der Testobjekte einstellte, wurden die Messkurven nach dem Schäfer-Kürrenberg-Verfahren korrigiert. Das komplexe mathematische Verfahren wurde aus Irreversibilitätsgründen am 30.11.2004 in Saarbrücken mündlich hergeleitet, kann jedoch auf Wunsch jederzeit im Rechenzentrum des Versuchsteams, Abteilung Statistik, nachgelesen werden.

Die Raumtemperaturkurve zeigt deutlich die Phasen des Versuchsablaufs (siehe Kap. 2.3). Die Kurven des Verlaufs der Temperatur der Messfühler der jeweiligen Kühlaggregate2 sind die Grundlage der weiteren Auswertung.

brotkn_volumen.gif (13614 Byte)

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3.1 Geräteeigenschaften

3.1.1 Spezifisches Kühlvolumen

Als Kriterien in der Gattung "Volumen" wurden drei Größen verwendet. Es wurden das Gesamtvolumen und das Netto-Nutzvolumen aller Testkandidaten ermittelt. Zur Maximierung der Messgenauigkeit wurde Marcel H. eingeflogen, der in relativer Nähe der PTB Braunschweig wohnt. In die Bewertung ging wegen der linearen Abhängigkeit lediglich das spezifische Kühlvolumen (der Quotient aus Netto-Nutzvolumen und Gesamtvolumen) als Maß für die ökonomische Raumausnutzung (wichtig für Enten-Camper) ein (siehe nebenstehende Grafik). 

brotkn_nutzgewicht.gif (14427 Byte)

3.1.2 Nutzgewicht

Als Kriterien in der Gattung Gewicht wurden ebenfalls drei Größen ermittelt: Das Gewicht des Kühlaggregats, das Gewicht der Energieversorgung und als abgeleitete Größe das Nutzgewicht. Das Nutzgewicht wurde als Quotient aus Nutzvolumen und der Summe aus Gewicht des Kühlaggregats und Gewicht der Energieversorgung berechnet. In die Bewertung geht aus Redundanzgründen nur das Nutzgewicht ein (vgl. Kap. 1: Ziel).

brotkn_invest.gif (11382 Byte)

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3.1.3 Investition

Für Entenfahrer von hoher Bedeutsamkeit ist die Investitionstiefe. Mit Hilfe einer bundesweiten Marktforschung wurden sämtliche relevanten Kosten ermittelt. Hierzu wurden Mitarbeiter des renommierten Instituts nalposi-Marktforschung aus Saarbrücken in ihrer Freizeit bemüht. Auf der Grundlage der Angaben zur erforderlichen Investition wurden  die folgenden weiteren linear abhängigen spezifischen Parameter berechnet, die zur Bewertung herangezogen werden können:

Investition / Nutzvolumen
Investition / Kühlleistung (s. u., Kap. 3.2.3, Kap. 3.3.3 und
Annahmen in Kap. 3.3.3). 

Geräteeigenschaften
Nr. 1 2 3 4 5
Gerät Arnes 
Kühl-
schrank
Wolfis Eis-Salz-Box Karstens Camping- kühlbox Markus' Absorptions- kühlbox Hannes' feuchtes Handtuch
Volumen gesamt incl. Energiequelle (l) 55,76 66,15 44,62 92,40 1,44
nutzbares Volumen (l) 18,02 6,56 23,15 37,13 0,50
spez. Nutzvolumen (%) 32,3% 9,9% 51,9% 40,2% 34,7%
Masse incl. Energiequelle (kg) 25,0 9,5 14,5 28,0 0,5
massenspez. Nutzvolumen (l/kg) 0,72 0,69 1,60 1,33 1,00

brotkn_zeit.gif (11355 Byte) 3.2 Leistungsmerkmale im Betrieb

3.2.1 Kühlzeit

Die nebenstehende Abbildung zeigt für jedes Kühlaggregat die benötigte Zeit zum Erreichen einer Temperaturdifferenz Delta T = 6 K, 10 K respektive 40 K (abhängig vom Testobjekt). [Anmerkung für den anglo-amerikanischen Wissenschaftler (Kanada ausgeschlossen): Die Umrechnung in Fahrenheit bleibt dem kundigen Leser überlassen.] 

brotkn_enthalpie.gif (14595 Byte) 3.2.2 Enthalpie

Zur Berechnung der Kühlleistung wurde als Zwischenschritt die entzogene Wärmemenge aus der erreichten Temperaturdifferenz Delta T sowie spez. Wärmekapazität cp der Testanordnungen [Wasser, Glas, Luft, Isolierung des Kühlaggregats]) errechnet (siehe nebenstehende Grafik).

brotkn_kuelleistung.gif (14207 Byte)

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3.2.3 Kühlleistung

Als Kühlleistung wurde die entzogene Energie (Arbeit) geteilt durch die angegebene Kühlzeit berechnet. Die Kühlleistung sollte das Hauptkriterium der folgenden Bewertung sein. Deutlich zeigen sich hier die gravierende Leistungsunterschiede der Testobjekte. Detaillierte Werte können nebenstehender Grafik und der Tabelle unten entnommen werden.

Leistungsmerkmale im Betrieb
Nr. 1 2 3 4 5
Gerät Arnes Kühlschrank Wolfis Eis-Salz-Box Karstens Camping- kühlbox Markus' Absorptions- kühlbox Hannes' feuchtes Handtuch
Kühlleistung (W) 5,04 3,91 0,82 2,13 0,48
entzogene Wärme (kJ) 58,25 57,48 14,71 59,65 8,57
aufgenommene Leistung (W) 36

0

48 190 0
Kühlzeit (min) 193 245 300 466 300
eingesetzte Primärenergie (kJ) 6948 15480 14400 5322 0
Wirkungsgrad (Entzogene Wärmemenge pro eingesetzte Primärenergie) (%) 0,84% 0,37% 0,10% 1,12%

unendl.

brotkn_primaerenergie.gif (16454 Byte)

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3.3 Betriebskosten

3.3.1 Eingesetzte Primärenergie

Die nebenstehende Abbildung zeigt die eingesetzte Primärenergie, vermutlich in Kilojoule (wir können uns nicht mehr so genau erinnern, wie wir das jetzt wieder berechnet haben. Wir haben es aber ganz sorgfältig und nach u.a. Annahmen berechnet, das können wir versichern.) (vgl. Annahmen in Kap. 3.3.3).

brotkn_wirkungsgr.gif (19256 Byte) 3.3.2 Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad wurde als Entzogene Wärmemenge pro eingesetzte Energie berechnet. Dabei wurden nur die Daten der Phase 1 bis zum erreichten Delta T, max. bis zum Erreichen der Gefriertemperatur, verwendet. 

Bemerkenswert ist der unendliche Wirkungsgrad von Testobjekt 5 (Handtuch), da hier keine auffindbare Primärenergie zum Ansatz kam (Division durch Null). Dieses Phänomen sollte in der weiteren wissenschaftlichen Behandlung des Themas vertieft analysiert werden.

brotkn_betrkostenabs.gif (18764 Byte)

brotkn_spezbetrkost.gif (12542 Byte)

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3.3.3 Spezifische Kosten

Die linken Grafiken zeigen die absoluten und spezifischen Betriebskosten pro MJ entzogener Energie der verwendeten Testobjekte.

Zur Berechnung der Kosten mussten einige Annahmen getroffen werden, die in einer Nebenrechnung erläutert sind. Es ergeben sich folgende Werte: 

Kosten

Nr. 1 2 3 4 5
Gerät Arnes Kühlschrank Wolfis Eis-Salz-Box Karstens Camping- kühlbox Markus' Absorptions- kühlbox Hannes' feuchtes Handtuch
Investition 500,00 0,75 39,00 179,00 3,00
spez. Invest (pro nutzbares Volumen) (Euro/l) 27,75 0,11 1,68 4,82 6,00
Betriebskosten pro Stunde (Euro/Std.) 0,16 0,00 0,21 0,15 0,00
Betriebskosten gesamter Versuch (Euro) 0,50 1,17 1,04 1,17 0,00
Betriebskosten (pro entzogener Wärmemenge)  (Cent/kJ) 0,86 2,03 7,08 1,96 0,01
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4. Bewertung

4.1 Zusammenstellung der Testergebnisse

Die folgende Tabelle fasst alle bewertungsrelevanten Testergebnisse zusammen. Sie ist Grundlage unserer in der Wissenschaft bisher einmaligen Methode, in einer weltweiten webbasierten Diskussion tausende von inoffiziellen 'subjektiven', gegebenenfalls gesponserten, Einzelbewertungen zu erhalten und daraus die absolut objektive globale Gesamtbewertung zu ermitteln.

Leistungsmerkmale

Nr. 1 2 3 4 5
Gerät Arnes Kühlschrank Wolfis Eis-Salz-Box Karstens Camping- kühlbox Markus' Absorptions- kühlbox Hannes' feuchtes Handtuch
spez. Nutzvolumen (l/l) 32,3% 9,9% 51,9% 40,2% 34,7%
massenspez. Nutzvolumen (l/kg) 0,72 0,69 1,60 1,33 1,00
Kühlleistung (W) 5,04 3,91 0,82 2,13 0,48
Wirkungsgrad (Energieeffizienz): Entzogene Wärmemenge pro eingesetzte Primärenergie (%) 0,84% 0,37% 0,10% 1,12% unendl.
Investitionskosteneffizienz (Nutzvolumen pro Euro Anschaffungskosten) (l/Euro) 0,04 8,75 0,59 0,21 0,17
Betriebskosteneffizienz (entzogene Wärmemenge pro Euro Betriebskosten) (kJ/Euro) 116 49 14 51 8569

Zur besseren Vergleichbarkeit zeigt die folgende Tabelle die Leistungsmerkmale normiert auf den jeweils höchsten Wert (100%).

Nr. 1 2 3 4 5
Gerät Arnes Kühlschrank Wolfis Eis-Salz-Box Karstens Camping- kühlbox Markus' Absorptions- kühlbox Hannes' feuchtes Handtuch
spez. Nutzvolumen (l/l) 62% 19% 100% 77% 67%
massenspez. Nutzvolumen (l/kg) 45% 43% 100% 83% 63%
Kühlleistung (W) 100% 78% 16% 42% 10%
Wirkungsgrad (Energieeffizienz): Entzogene Wärmemenge pro eingesetzte Primärenergie (%) 75% 33% 9% 100% 100%
Investitionskosteneffizienz (Nutzvolumen pro Euro Anschaffungskosten) (l/Euro) 0% 100% 7% 2% 2%
Betriebskosteneffizienz (entzogene Wärmemenge pro Euro Betriebskosten) (kJ/Euro) 1% 1% 0% 1% 100%
  4.2 Inoffizielle Einzel-Endergebnisse

4.2.1 Das Ergebnis des Versuchsleiters

Die Wichtungsfaktoren des Versuchsleiters wurden folgender Weise bestimmt:

spezifisches Nutzvolumen: 19%,
massenspezifisches Nutzvolumen: 19%,
Kühlleistung: 30%,
Energieeffizienz: 28%,
Investitionskosteneffizienz: 0%,
Betriebskosteneffizienz: 4%.

Damit ergibt sich folgendes Endergebnis: 

Nr. 1 2 3 4 5
Gerät Arnes Kühlschrank Wolfis Eis-Salz-Box Karstens Camping- kühlbox Markus' Absorptions- kühlbox Hannes' feuchtes Handtuch
gewichtete Wertung, normiert (in % des Maximalwerts) 71,4 44,4 45,4 71,2 59,5
Rang 1 5 4 2 3

Begründung: Aufgrund der irreversiblen Ausbeulungserscheinungen an Kandidat 1 musste dieser (um das schlechte Gewissen des Versuchsleiters zu beruhigen) Platz 1 einnehmen. Dies sollte allerdings nur mit geringem Punktvorsprung vor Kandidat 4 geschehen, der vom Versuchsleiter selbst betrieben wurde. Da der Versuchsleiter des weiteren auch des öfteren Kühlgeräte nach Bauart von Kandidat 5 und 3 betreibt, konnten diese natürlich nicht auf dem letzten Platz landen. Dieses Problem konnte nur mit Hilfe eines Simplexalgorithus auf einem Supercomputer mit mehreren Yota (Kilo, Mega, Giga, Terra, Peta, Exa, Zetta, Yota)-Flops durchgeführt werden.

  4.2.2: Das Ergebnis des Webmasters

Die Wichtungsfaktoren des Webmasters wurden folgender Weise festgelegt:

spezifisches Nutzvolumen: 30%,
massenspezifisches Nutzvolumen: 30%,
Kühlleistung: 20%,
Energieeffizienz: 5%,
Investitionskosteneffizienz: 10%,
Betriebskosteneffizienz: 5%.

Damit ergibt sich folgendes Endergebnis: 

Nr. 1 2 3 4 5
Gerät Arnes Kühlschrank Wolfis Eis-Salz-Box Karstens Camping- kühlbox Markus' Absorptions- kühlbox Hannes' feuchtes Handtuch
gewichtete Wertung, normiert (in % des Maximalwerts) 56,1 45,9 64,4 61,9 51,0
 Rang 3 5 1 2 4

Begründung: Dem Webmaster ist bei Entenausflügen insbesondere an kleiner und leichter Ausrüstung gelegen, da der 2CV auch noch einen Wohnwagen ziehen muss. Er ist natürlich von der Überlegenheit seiner Kühlbox überzeugt und stellt deshalb Kühlleistung und Effizienz hintan.

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4.2.3 Die weltweiten Ergebnisse

Diese hier gewählte weltweite, demokratisch legitimierte Bewertung stellt ein Novum in der internationalen Wissenschaftswelt dar. Das Journal of Irresponsible Results ist stolz, als erstes diesen bahnbrechenden methodologischen Beitrag veröffentlichen zu dürfen. 

Die Ergebnisse sind umso valider, je mehr WissenschaftlerInnen und ambitionierte Laien  sich beteiligen. Daher haben wir uns zu folgendem Aufruf an unsere Leser entschlossen:

Bitte geben Sie in der folgenden Tabelle ihre individuellen Wichtungsfaktoren ein, klicken auf OK und schreiben uns die Ergebnisse (nur Stellen vor dem Komma) per email an . Bitte fügen Sie eine kurze Begründung Ihrer Wichtung bei. 

Wir werden das weltweite Ergebnis der Leser-determinierten Ergebnisvorwahl mittels eines einfachen arithmetischen Mittelwertes aus allen Einsendungen ermitteln und in der nächsten Ausgabe bekannt geben.

Eigenschaft                Eingabe Wichtungs- faktor auf 100 normierte Ergebnisse
Kühlgerät Nr., Eigentümer
1     2     3     4     5
Arne Wolfi Karst. Mark. Hannes 
spez. Nutzvolumen          
massenspez. Nutzvolumen    
Kühlleistung               
Energieeffizienz           
Investitionskosteneffizienz
Betriebskosteneffizienz    





Ergebnis                   
 

Die Ergebnisse der Eigenschaft werden mit dem jeweiligen Wichtungsfaktor gewichtet.  Ausgabewert der letzten Zeile ist der gewichtete Mittelwert der Ergebnisse für jedes Gerät. Das höchste Ergebnis kennzeichnet das beste Gerät. Eingabe von Dezimalzahlen mit Dezimalpunkt (nicht Komma).

 

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5. Schlussfolgerungen und Empfehlungen

Schlussfolgerungen und Empfehlungen können erst ausgesprochen werden, wenn die weltweiten Leser determinierten Ergebnisse vorliegen. Wir bitten um Geduld.

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6. Ausblick

Der Versuch kann mit einer an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit von 1 nicht reproduziert werden. Grund für diese Aussage ist die Tatsache, dass der Messstand nach der Ausführung des Experiments verbrannt wurde. Als Beweis wurden zwei kurze Videosequenzen aufgenommen, die dem interessierten Leser auf Anfrage gerne zugesandt werden (ca. 6 MB). 

Die Polystyrolplatten wurden ihrer eigentlichen Bestimmung als Dämmplatten im Haus des Versuchsleiters zugeführt und stehen daher ebenfalls nicht mehr zur Verfügung.

Für künftige Forschungen muss sich das Team also neuen Aufgaben zuwenden. Hierzu liegen bereits erste Ideen von fachfremden Lesern vor, die im nächsten Heft vorgestellt werden könnten, spätestens jedoch am nächsten Lukasmarkt-Wochenende. 

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Anhang: Literatur und Quellen

Messprotokoll

Nicht zu vernachlässigen ist der parallel zu beobachtentende phantasmagorische Effekt, d.h. die Art der Darstellung von Zauberbildern, Trugbildern, Wahngebilden, Geistererscheinungen usw. auf der Bühne des Lukasmarktes in Mayen. Exemplarisch dafür steht das unten abgebildete Denkmal des unbekannten Schweineelefanten zu Füßen der Genovevaburg in Mayen.

010_sau.JPG (85642 Byte)

Weitere Quellen liegen nicht vor. Literaturverzeichnisse sind a pain in the ass und werden deshalb weggelassen. Es weiß eh niemand, wie denn nun richtig zitiert werden soll.

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