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Der kleine
Rundbrief für Citroën-Freunde
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Alte
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01/2005 |
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Gert Duson: Mit der
Ente durch Afrika
Buchbesprechung Buchbesprechung: Mit der Ente durch Afrikavon Gert Duson "Mit der Ente durch Afrika" - Nach Kapstadt in einem Citroen 2CV". Ich bin kein Bücherwurm. Da ich meist in meiner spärlichen Freizeit unter der Ente liege oder das Citroënchen tippe, bleiben die meisten Bücher angefangen Monate lang liegen. Anders Gert Dusons Abenteuerbuch. 390 Seiten waren in wenigen Tagen verschlungen. Wer ein bisschen Spaß an Alexander von Humbolds Reisebeschreibungen hat, bekommt diese von Gert Duson in die heutige Zeit übertragen. Um es gleich klar zu stellen: "Mit der Ente durch Afrika" ist weder ein Reisehandbuch für Globetrotter, noch ein technischer Bericht für Extrem-2CV-ler á la "Ici commence l'adventure". "Mit der Ente durch Afrika" ist ein journalistisch geschriebener Abenteuerbericht, von dem der Leser noch mehr hat, wenn er etwas technisches Verständnis über den 2CV mitbringt. Gert Duson hatte keine Ahnung von Enten, als er zusammen mit seinem Kumpel Christophe Porteman ausgerechnet einen maroden 2CV für eine Afrikadurchquerung ersteht. Seinem Faible für Herausforderungen war es zu verdanken, dass die Wahl nicht auf einen Jeep oder Land Rover fiel, sondern eine Ente. Er wollte dem Abenteuer eine neue Dimension verleihen. Es ist ihm gelungen. Am Ende kannten unsere Freunde jede Schraube ihres "Ducky" in- und auswendig. Auf 25.000 km durch den schwarzen Kontinent lernten sie die Schwachpunkte einer zweckentfremdeten Ente zwangsläufig kennen: Sechs gebrochene Achsen, zahllose Getriebereparaturen, Reifenprobleme, fünf Chassisbrüche. Jeder andere wäre verzweifelt, aber eine Lehre vermittelt das Buch: Geht nicht gibt es in Afrika nicht. Man muss nur Zeit haben. Und man muss mit den Leuten reden. Irgendwer kennt irgendwen, und plötzlich taucht mitten im Tschad eine neue 2CV-Achse auf. So geht das immer wieder. Die technischen Schilderungen nehmen den kleineren Teil des Buches ein, obwohl die 2CV-Technik das Leben der Autoren vermutlich für das halbe Jahr bestimmt hat. Kleinere technische Ungenauigkeiten (der deutschen Übersetzung?) sind schnell vergessen, wenn man sich in den atmosphärisch dichten Schilderungen der grundverschiedenen afrikanischen Länder festliest. Ganz subjektiv schildert Duson seine Eindrücke und teils haarsträubenden Erlebnisse, und doch bleibt immer ein Körnchen Wahrheit über die besuchten Ländern beim Leser hängen. Viele Widersprüche und Ungereimtheiten Afrikas bleiben ungelöst - das Buch regt auch zum Nachdenken über das Himmel schreiende Ungleichgewicht zwischen dem satten Europa und dem armen und bürgerkriegsgeplagten Afrika. Am Ende erreichen die Helden buchstäblich auf dem letzten Loch Südafrika, und das Abenteuer endet am Kap der guten Hoffnung. Für 12,90 Euro erhält der 2CV-Fahrer mit Fernweh dicke 390 Seiten Gegenwert, auf denen er den Protagonisten stellvertretend für die eigene Aberteuerlust schwitzen lässt, während er selbst bei Regen auf dem Ententreffen im Reisebett der eigenen Ente liegt. Das Buch ist nichts für Xenophile, Stubenhocker oder Besserwisser. Es will unterhalten und mitreißen, nicht mehr und nicht weniger. Und das ist ihm - zumindest bei mir - gelungen. Karsten Duson, Gert: Mit der Ente durch Afrika. Nach Kapstadt in einem Citroen 2CV. 390 Seiten. Kunth Verlag München 2004. ISBN 3-89944-144-3 |
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