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Der kleine
Rundbrief für Citroën-Freunde
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01/2005 02/2005 03/2005 |
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Treffenbericht vom französischen 2CV-Nationaltreffen in Berck-sur-mer Von einem, der in die Traufe auszog, um dem Regen zu entkommen Am Mittwoch wollte ich früh los, um zum Französischen Nationaltreffen zu fahren. Somit holte ich die Acadiane schon am Dienstag aus der Garage und stellte sie in die Einfahrt. Am Mittwoch sollte um 10 Uhr 30 Abfahrt sein. Natürlich wurden bei Regen die letzten Sachen eingeladen. Beim Starten tat sich nichts. Zum Glück hatte ich eine geladene Batterie in der Garage, die schnell eingebaut wurde. Natürlich bei Regen. Neuer Startversuch, wieder tat sich nichts. Also Anlasser gewechselt, in der Hektik fielen mir dreimal Schrauben runter, die irgendwo klemmten. Somit musste ich dreimal Schrauben suchen und das alles bei Regen. Ein neuer Versuch, jetzt drehte der Anlasser und die Acadiane sprang an. Nun hörte ich allerdings ein brummendes Geräusch aus dem Kasten. Das erkannte ich sofort. Es war die Wasserpumpe und die pumpte kräftig Wasser in das Spülbecken. Sofort hinten die Schublade rausgezogen und das volle Spülbecken entleert und das übergelaufene Wasser entfernt. Der 20-Liter-Tank war leer und ich wunderte mich, wo das ganze Wasser war, denn ich hatte nichts sehr viel aufwischen müssen und so groß ist das Spülbecken ja auch nicht. Egal, jetzt ging die Fahrt endlich los und nach gut 8 Stunden Fahrt bei, überwiegend Regenwetter, war ich endlich auf dem Treffengelände. In meine Acadiane hatte ich mir ja einen Weinkeller eingebaut und wollte dort zum Abendessen eine Flasche Rotwein rausholen, da sah ich, wo das restlich Wasser war. Der Weinkeller stand halb unter Wasser und die Etiketten schwammen darin herum. Egal, der Wein hat trotzdem geschmeckt. Es war ein schönes Treffen mit über 1800 Fahrzeugen. Es gab einen großen Flohmarkt und dort traf man viele Bekannte. Auch hatten sich die Franzosen sehr viel zur Beköstigung für die Treffenbesucher einfallen lassen. Für alle, die der Vorhersage des Wetterberichtes im Internet geglaubt haben, es hat trotz der Vorhersage kaum geregnet, sondern es schien an 3 Tagen die Sonne und es gab viele, die sich einen Sonnenbrand geholt haben. Nur der starke Wind war lausig kalt. Klaus Otto Für den technisch interessierten 2CV-Freund gab es in Berck-sur-mer einige Leckerbissen (die einem beflissenen TÜV-Prüfer sofort einen Herzkasper bereitet hätten). Hierzu zählt ebenso der zulassungsfreie Pedalo-2CV mit 4 Pedalensätzen, wie das "Sacre Deuch"-Boot, das seine seitlich angebrachten Schiffsschrauben über zwei zweckentfremdete Getriebe und verlängerte Antriebswellen von den Rädern des 2CV antreibt. Auf einem Baggersee in der Nähe des Treffenplatzes wurden die 2CV-Turboboot-Rennen ausgetragen. Die Schnellboote wurden von senkrecht gestellten wassergekühlten 2CV-Motoren mit Turbolader auf atemberaubende Geschwindigkeiten gebracht. Wenn man sich vom Platz entfernte (was wegen permanenter Staus auf der einzigen Zufahrtsstraße nicht einfach war), konnte man den Strandseglern zuschauen. Oder den 2CVs, die der Versuchung nicht widerstehen konnten, auf den Strand zu fahren und augenblicklich stecken zu bleiben. Für ein schönes Bild tut man einiges. Im Veranstaltungszelt tanzten die (deutlich jungen) französischen 2CV-Freunde bis weit in die Nacht zu den Klängen des DJs und seiner Anlage. Eines Nachts war es gegen 2:15 Uhr plötzlich schlagartig finster und still auf dem Platz - jemand hatte die Hauptsicherung geschafft. Das Zelt tobte, der Stromausfall tat der Stimmung keinen Abbruch. Kulinarischer Höhepunkt war wie immer die Degustation, wo viele Clubs Spezialitäten aus ihrer Region verteilten. Das Saarland war mit Fleischwurst, Graubrot und Bier dabei. Aus Finnland gab es Salmiakpastillen. Kultureller Höhepunkt war die anschließende Varietee-Schau. Von den roaring twenties über den Rock-and-Roll, Abba und Edit Piaf bis zu modernen Schlagersternchen imitierte die Interpretin alles, was nicht niet- und nagelfest war, zu jedem Stück im passenden Kostüm. Die Franzosen zeigen uns, wie ein Nationaltreffen geht - über 1800 Fahrzeuge ließen Welttreffenatmosphäre aufkommen. (Zum Deutschlandtreffen 2006 in Kirkel/Saarland haben sich übrigens auch schon etliche französische Clubs angesagt). Wir freuen uns schon auf das nächste Nationaltreffen in der Nähe von Orleans. Karsten |
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