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Der kleine
Rundbrief für Citroën-Freunde
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2CV Prototyp nachgebaut
Da stand ER, allein an seinem Platz, etwas getrennt von all den anderen. Und obwohl er der einzige Überlebende seiner Art ist, widmete ihm kaum einer seine Aufmerksamkeit – ich auch nicht! Am 2. Tag des Treffens am Auto- und Technikmuseum Speyer sah ich mir die Ausstellung noch einmal an, und diesmal auch IHN, den Prototyp des 2CV. Und ER nutzte die Gelegenheit, sich in meinem Gedächtnis festzusetzen. Es dauerte eine lange Zeit bis ich anfing, mir Gedanken darüber zu machen, wie man solch ein Auto nachbauen könnte. Und noch eine Weile verging, bis diese Gedanken soweit gereift waren, dass ich mich entschied, es zumindest zu probieren. Nachdem ich IHN mir in Interlaken noch einmal genau ansehen konnte, ging mir das Projekt nicht mehr aus dem Kopf. Zunächst wurden unzählige Photos und auch ein paar Zeichnungen zusammen getragen, eine Menge Testbleche gebogen und nach Teilen, die verwendbar sein könnten, gesucht. Mitte Dezember 2004 ging der eigentliche Bau dann los. – „Ende Juli ist das Welttreffen, bis dahin sind es noch 7 Monate“- ?! Viel zu kurz??! Aber wofür einen TPV bauen, wenn nicht für’s Welttreffen? Ich wollte es versuchen! Eine nicht mehr schöne, aber technisch einwandfreie 84ger Charleston bot sich als Basis an. Nachdem diese zerschnitten war, gab es kein Zurück mehr. Ich sprach nicht darüber, aber irgendwann war nicht mehr zu leugnen, was es werden sollte, und ich hörte immer öfter den Ausspruch „Fritzle, du spinnst!“ Sollte mir das zu denken geben? Ich arbeitete fast rund um die Uhr und schaffte es manchmal, mir einen Vorsprung im Zeitplan zu verschaffen. Doch es gab immer wieder Verzögerungen. Erst eine heftige Grippe, dann riss ich mir kurz vor Pfingsten beim Blechnern den linken Handrücken bis auf die Knochen auf. 10 Tage Zwangspause! Um nicht vor Ungeduld und Langeweile verrückt zu werden, genehmigte ich mir das Ententreffen in Mühlacker. Danach dann wieder Vollgas - am 1. Juliwochenende war das Attilatreffen. „Das kostet mich eine Woche, es sei denn, er wird vorher fertig zum Lackieren.“ Geschafft! – Aber der Lackierer hatte gerade viel Arbeit, und so stand sie auch nach unserem Treffen noch unberührt da. Egal! Er versprach, in 10 Tagen ist sie fertig – und das war sie dann auch. Jetzt zusammenbauen und zum TÜV! Ich hatte schon einige Tage vorher Bauchschmerzen, was die wohl sagen und alles bemängeln würden. Doch es war die schnellste Abnahme überhaupt!!! Bremsprüfstand musste ich selber machen, kurz die Lichter durchschalten. „Und was soll ich denn jetzt eintragen?“ ---Wir einigten uns auf: Noch 2 Wochen bis zum WET, die „Sicherheitszone“ für eventuelle „TÜV-Wünsche“ wurde zum Urlaub vor dem Urlaub! Alles in allem waren es bis dahin ca. 1160 Arbeitsstunden direkt am Auto und viele ungezählte für Planung, Entwicklung und Verfeinerung der Fertigung, speziell des Wellblechs. Über 20 m² elektrolytisch verzinktes Blech verschiedener Stärken steckt im TPV (wovon das meiste als Verschnitt endete!). Fritzle, FR-IZ 717 |
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