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Der kleine
Rundbrief für Citroën-Freunde
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Reiseberichte
Auszug aus Ägypten Nachdem mir nun zum dritten Mal das Getriebe repariert (bzw. 2 Mal repariert und beim ersten Mal gleich ganz ausgetauscht) worden war und ich den langen Weg nach Hause noch vor mir hatte (und keine Bekannten mehr wie hier in Ägypten an verschiedenen Stellen), hatte ich allen Offroad-Abenteuern und großen Umwegen entsagt und einen relativ direkten Weg nach Hause gewählt. Es ging nach Nuweiba (Sinai) per Fähre nach Aqaba in Jordanien, dann nicht in Lawrence's Wadi Rum, sondern auf der Kings Highway nach Amman. Hier bummelte ich einen Tag durch die Altstadt. Die nächste Station war der Berg Nebo , da waren außer mir schon Moses und der letzte Papst (Johannes Paul II). Von dort fuhr ich runter ans Tote Meer, salzig und 400 Meter unter dem Mittelmeer, und entlang dem Jordan nach Syrien. An Damaskus vorbei ging's nach Hama. Dort sah ich mir die großen alten Wasserräder an, die seit Jahrhunderten Wasser vom Orontes in Aquadukte zur Bewässerung des Umlands hochheben. Immer auf Asphaltstraßen setzte ich meine Heimfahrt fort nach Aleoppo. Hier nächtigte ich im Hotel Baron, da waren vor mir schon Churchill und Lawrence von Arabien (na endlich doch was mit dem arabischen Helden gemeinsam). Ich verbrachte einen ganzen Abend im größten (und meiner Meinung nach schönsten/originalsten) Bazar im Nahen Osten. Schon ging es ins nächste Land mit der nächsten Währung und einer neuen Sprache: Türkisch. Innerhalb gut einer Woche vier verschiedene Währungen, das war schon ein hartes Los. Schließlich muss ich ja immer umrechnen können und will nicht beim Einkauf übers Ohr gehauen werden !!! Aber schlimmer war für mich noch die andere Sprache: ich kann kein Wort Türkisch, und die Türken konnten erstaunlicherweise kein Arabisch, was ich in den letzten Wochen ja immer besser anwenden konnte. Entgegen Aussagen anderer Reisender konnten die Türken, die ich getroffen habe, auch kein Deutsch (wo die doch angeblich alle schon mal als Gastarbeiter bei uns waren). So fiel mir die Verständigung recht schwer... ich kann nicht gut nur mit Händen und Füssen reden! In Syrien hatte ich nochmal beide Tanks mit 120 Litern Sprit für gut 40 Euro füllen lassen. So konnte ich in der Türkei die über 1000 km fahren, ohne einmal den teueren Sprit dort zu kaufen (Preis fast wie bei uns). Entlang der Südküste ging es immer am Mittelmeer entlang bis Antalya und dann quer durch nach Cesme. Dort konnte ich mit der Fähre nach Chios übersetzen und weiter mit dem nächsten schiff nach Piräus. Über den Kanal von Korinth ging's nach Westen bis Patras. Zwischendurch legte ich zwei Wandertage auf dem noch touristenfreien vor-österlichen Peloponnes ein, dann wurde es mir dort zu langweilig und ich fuhr - nach dem ich noch ein letztes mal für 80 Cent/Liter getankt hatte - zum Fährhafen und mit einer Luxusfähre nach Ancona. Endlich wieder Regenwetter! nein ehrlich, Sauwetter, lieber wieder zurück? Doch ich hatte schon mit Piet Weber in der Schweiz ausgemacht, dass ich vor Ostern mein repariertes 5-Gang-Getriebe bei ihm abholen komme, --- und meiner Freundin versprochen, Ostern wieder bei ihr zu sein !!! das hab' ich dann auch mit viel Freude geschafft, wieder zusammen !!! Trotzdem, ich würde wieder alleine los fahren. Ich habe fast nur gute Erfahrungen gemacht. Und mit etwas Abstand zur Reise muss ich sagen: ich werde auch wieder losfahren: Mit der Ente nach Afrika (in Zukunft wahrscheinlich noch öfter nach Ägypten!) Uwe Schmitz |
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