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Der kleine Rundbrief für Citroën-Freunde
26. Jahrgang 2006 - gegründet 1981

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brasil_1.JPG (88710 Byte)
Edelstahl-Toyota

brasil_2.JPG (89440 Byte)
Ente am Meer

brasil_3.JPG (63529 Byte)
Iguaçu-Kraftwerk 

brasil_4.JPG (57035 Byte)
Iguaçu-Wasserfall 

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Mit der Ente zum Zuckerhut, Teil 2

Das Ziel, mit der Ente zum Zuckerhut, war erreicht. Nun wollten wir schnell aus der Stadt, die voll mit Menschen und Autos war. Obwohl es schon später Nachmittag war, war der legendäre Strand an der Copacabana noch voller Menschen. Es war halt Wochenende und um 18 Uhr immer noch 30 Grad warm.

Also fuhren wir aus der Stadt heraus, um ein Nachtquartier zu suchen. Dies war schwerer als wir dachten. Wir mussten über zwei Stunden fahren und es wurde schon dunkel, als wir endlich eine kleine Pousada fanden. Vor dem Haus war eine größere Feier zugange. Ca. 20 Personen, groß und klein, alt und jung saßen im Freien und feierten. Als wir hielten, wurde uns gleich kaltes Bier gebracht, und wir wurden eingeladen mitzufeiern. Das Bier wird in Brasilien in großen Kühlschränken bei –4,8 Grad kalt gehalten und dann mit einer Styroporummantelung gebracht. Bei den Temperaturen um die 30 Grad C wird es  schnell warm und schmeckt dann nicht mehr. Es wurde kräftig gefeiert und getrunken. Es wurde auch viel über Fußball gesprochen, dem Thema Nr. 1 in Brasilien. Es stellte sich heraus, dass aus diesem Ort der bekannte Fußballer Ronaldo war und natürlich kannte ihn jeder persönlich. Genau gegenüber war eine Polizeistation, das hielt die Brasilianer jedoch nicht davon ab, nach dem 8 oder 10. Bier ohne Licht mit dem Auto wegzufahren. Gegen 23 Uhr war der Kühlschrank leer und es gab kein Bier mehr. Alles sprang in die Autos, um zum nächsten Lokal zu fahren. Wir sollten mit, aber uns hatte es gereicht und wir verabschiedeten uns. Dabei erfuhren wir, dass es sich bei der Feier um eine Trauerfeier für einen zwei Tage vorher Verunglückten handelte.

Andere Länder andere Sitten.

Am nächsten Tag ging die Fahrt weiter. Wir fuhren immer Nebenstraßen, möglichst direkt am Meer entlang. In einer kleinen Stadt standen wir plötzlich an einem Fluss und mussten mit einer Autofähre übersetzen. Auf der anderen Seite stand ein Toyota Geländewagen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich einmal einen Toyota fotografieren würde, aber dieser Wagen war etwas Besonderes. Er war komplett aus Edelstahl gefertigt, alle Teile, und innen aus Holz. Leider fanden wir den Fahrer nicht. So ging es weiter, um abends in einer Pousada direkt am Meer zu übernachten.

So fuhren wir ca. 1200 km an der Küste entlang nach Süden. Am Besten gefiel es mir an unserem südlichsten Punkt, auf der Insel Forianopolis. Hier hatten wir ein Quartier ca. 15 Meter vom Meer entfernt. Zwischen Haus und Wasser war nur feiner, sauberer Sand und man konnte in der Hängematte liegend den Surfern zuschauen. Nachts wiegte uns das Geräusch der Wellen in den Schlaf. Nach zwei Tagen ging es weiter, wieder in Richtung Paraquay. Wir fuhren durch ein Tal, in dem viele Deutschen bzw. ihre Nachfahren leben. Hier wird durch Sprache und alte Fachwerkhäuser das Deutschtum gepflegt. Der Höhepunkt ist der Ort Blumenau, in dem es eine Straße mit Fachwerkhäusern und vielen deutschen Geschäften gibt. Es war gerade ein großes Fest und die Stadt war voll mit Autos und Menschen. Es wurde der Tag des Bieres gefeiert. So sah man Mittags schon angeheiterte Brasilianer durch die Gegend wanken. Wir zogen es vor, in den nächsten Ort weiterzufahren. 

Wir setzten die Reise quer durch das Land in Richtung Iguaçu fort. Hier war die Rundfahrt nach 6.100 km zu Ende. Das größte Wasserkraftwerk der Welt war der letzte Höhepunkt unserer Fahrt. Die Stauanlage ist 7.760 m lang und 200 m hoch.

Am nächsten Tag besichtigten wir die Wasserfälle. Auf einer Länge von 2.700 m stürzen die Wassermassen des Iguaçu bis zu 75 m herunter. Ein fantastisches Schauspiel, das auf Fotos kaum wiederzugeben ist.

Von Iguaçu aus ging der Rückflug nach Deutschland. Diesmal klappte alles und ich landete am 31.3. pünktlich in Frankfurt.

Wer auch Lust auf so eine Reise nach Paraquay, Brasilien, Argentinien oder auch Bolivien hat, der kann sich bei Walter Schäffer melden. Informationen findet ihr unter www.2CV-Tours.de

Klaus Otto

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