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Der kleine
Rundbrief für Citroën-Freunde
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Mein Persönlicher Treffenbericht Rötgesbüttel 2008 Nachdem ich nun seit Pfingsten 2007 aus zeitlichen und beruflichen Gründen nicht mehr zu Ententreffen fahren konnte, freute ich mich natürlich umso mehr auf das traditionelle Ostertreffen in Rötgesbüttel, zu dem ich schon seit 10 Jahren jedes Jahr fahre. Ich hatte mir die Osterwoche extra Urlaub genommen, um noch ein paar Arbeiten an Acadiane und Qek zu erledigen. Dabei stellte ich auch fest, dass die Acadiane im März wieder mal zum TÜV-Onkel musste. Der TÜV Termin verlief recht problemlos, ich war selbst nur leider nicht dabei, was dazu führte, dass ich als geringen Mangel meinen nachgerüsteten Rückfahrscheinwerfer fand. „Rückfahrscheinwerfer ohne Funktion“ hieß es dort. Und na sicher, woher sollte der Mann auch wissen, dass man diesen „manuell“ mittels angebrachtem Schalter am Cockpit in Funktion versetzt, da die Acadiane bauartbedingt weder einen Rückfahrscheinwerfer noch einen Schalter am Getriebe hat …. In den Tagen vor Ostern verfolgte ich mit steigender Spannung und ebenso steigender Enttäuschung die Wetterberichte und Vorhersagen. Die Aussichten waren mehr als miserabel. Doch das konnte mich nicht soweit erschüttern, dass ich nicht nach RoBü fahren würde. Am Donnerstag vor Karfreitag war es dann endlich soweit. Bei uns im Münsterland schien sogar entgegen der Vorhersage die Sonne. Also die Einkäufe schnell im Qek untergebracht, das Gespann gewaschen und los ging es. Die „Anrase“ (im Windschatten der LKW´s) gestaltete sich sehr gut, alles verlief flüssig, die Acadiane begnügte sich mit 8,5 Ltr/100km. Dann das erste Drama: 20km vor dem Ziel Stau auf der A2…..bei Braunschweig Ost gab es einen Unfall…..laut Navi sollte ich in „nur“ 8 Kilometern bereits auf die A391. Verdammt, bisher lief alles so gut, und jetzt steht man sich hier platt. Nach langer Zeit ging es langsam vorwärts, und ich beschloss eine Abfahrt früher zu nehmen – und dann auf die A391. Hm, war ich wohl nicht der einzige mit einer solchen Idee, und so ging es auch nach der Autobahnabfahrt nur im Stop-and-go-Tempo weiter. Endlich auf der A391, schnell an der Ausfahrt zur B4 angekommen, und was ist: Stau. Die letzten 8 km bis Robü habe ich dann mit 18 km umfahren und bin „von hinten“ in Robü angekommen. Gut, ich habe also doch noch im hellen alles aufbauen können. Stromversorgung und damit auch die Heizung für die Nächte im Qek waren auch sichergestellt. Kaum saß der letzte Hering vom Vorzelt, kam der erste heftige Hagelschauer. Mein Bruder war schon seit Mittwoch da, und meine Schwester kam auch kurze Zeit später aus Düsseldorf. Ab hier war das Wetter noch wechselhaft – Hagel und Sonne. Doch das sollte sich noch ändern. Am Freitag war es dann schon sehr regnerisch, ohne schöne sonnige Einlagen. Wir verbrachten den Tag eigentlich quasi innerhalb unserer Clique, die aus meinen Geschwistern sowie einigen langjährigen Entenfreunden besteht. Zwischendurch haben wir natürlich auch ein paar Platzrunden gedreht und festgestellt, dass die Besucheranzahl doch deutlich mager ausgefallen ist. Der Platz war schon extrem matschig und stellenweise nicht mehr befahrbar. Auch das Lagerfeuer zeigte dieses Jahr eigentlich insgesamt wenig Anziehungskraft – was wohl dem Regen zu verdanken war. Natürlich waren wir auch am großen Zelt des Veranstalters, das wegen des 30. Treffens (und des schlechten Wetters?) aufgestellt worden war. Hier gab es eine Foto-Ausstellung mit Bildern der letzten 30 Jahre RoBü-2CV Treffen. Man hatte dort auch die Gelegenheit sich aufzuwärmen, es wurde mit Gas-Brennern beheizt und es gab viele Bänke und Tische. Im Veranstalterzelt bekamen wir nach der offiziellen Rede des Veranstalters, in der es auch Danksagungen und Ehrungen für 2CV Fahrer gab, die schon das erste Treffen miterlebt und veranstaltet haben, Glühwein und Kinderpunsch – kostenlos! Im Anschluss daran fuhr ich mit meinem Schwager „etwas in der Gegend“ herum; doch leider erwischten wir einen Feldweg, der mangels festen Untergrunds zum Schlammloch wurde. Wir versuchten – leider vergeblich - die Acadiane wieder frei zu bekommen. Also ans Handy und Verstärkung organisiert. Die kam denn auch, in Form meiner Schwester und weiterer Freunde sowie einem Abschleppseil. Ein zweites Seil hatte ich im Auto, so konnte das Zugfahrzeug zumindest auf etwas besserem Boden stehen. Wir zogen die Acadiane erfolgreich aus dem Schlamm, allerdings fuhr sich dadurch die Zug-Ente fest …. also alle man wieder raus und anschieben …. klappte denn auch! Als wir endlich wieder zurück am Platz waren (von was eigentlich?) wechselten wir erstmal im beheizten Vorzelt die schlammigen Klamotten gegen saubere. Doch damit nicht genug: Ab jetzt fing es an zu schneien, und ich machte die ersten Schnee-Fotos. Der Samstag – und es kommt noch doller. Ich war morgens recht früh auf und wollte mal in die Stadt fahren, unter anderem um die Acadiane vom Schlamm zu befreien. Früh hieß in diesem Falle schon 7 Uhr morgens. Auf der Bundesstrasse Richtung Gifhorn machte dann mein Scheibenwischergestänge schlapp. Schieet. Was nun. Ich kämpfte mich in das Gewerbegebiet durch und suchte nach Werkstätten. Werkzeug hatte ich alles im Auto, ich brauchte nur jemanden mit Räumlichkeit, Flex und Schweissgerät. Um halb 8 morgens „besuchte“ ich mehrere Werkstätten um festzustellen, dass die erst um 9 Uhr aufmachen – falls sie nicht den Ostersamstag sowieso zu waren …. Da mir das warten zu blöd war, fuhr ich wieder zurück zum Treffenplatz. Natürlich mit immer noch schlammiger Acady. Ich zerlegte dann selbige und demontierte Wischergestänge mit Motor. Ich brauchte aber für die Reparatur Flex und Schweissgerät. Also bemühte ich Hägar schon am frühen Morgen und schilderte ihm meine Situation. Er telefonierte daraufhin mit einem Mitveranstalter aus dem Nachbarort, der zu Hause auch eine Schrauber-Höhle besitzt. Mit meinem Schwager und der Ente meiner Schwester sowie dem defekten Teil ging es also dort hin. Uff - Wir konnten das Wischergestänge erfolgreich reparieren und wurden auch noch freundlich zum Kaffee eingeladen. Danke an Matze P. noch mal dafür! Als wir später wieder zurück am Platz waren, fragte meine Schwester plötzlich: „Hast du mein Handy gesehen?“ – Ich: „nein…hast du es gestern beim Schlamm-Catchen vielleicht verloren?“- Ratlosigkeit. Ich: „Na das ist ein Ostern, was geht denn noch alles schief!“ – Sie: „Michaels Brille ist auch kaputt“ – Ich: „uahhh…“ Dann ein Anruf von meiner Lebensgefährtin zu Hause, aus dem kuschelig warmen Wohnzimmer: „Hier ist ein Wasserschaden an der Decke!“ Grmpf. Vermieter ist schon informiert. Ich bau dann mal mein Wischergestänge wieder ein…… Und es schneit, regnet und hagelt immer noch. Nachdem alles funktioniert, hab ich ein wenig die Schnauze voll von Ostern, und wir verkriechen uns in die Vorzelte zwecks Glühwein-Produktion mit anschliessender Vernichtung. Eine positive Nachricht muntert uns etwas auf, Schwesterchen hat ihr Handy tatsächlich im Schlamm wiedergefunden. Tut sogar noch. Respekt to the Hersteller! Der Tag ging dann (dank Glühwein) auch schnell vorbei. Irgendwann sahen wir dem ADAC zu, wie er einen weissen betagten Anti-Citroën wegen eines defekten Anlassers (!) mit dem Autotransporter zur Rückholung nach Hamburg auflud. Abends noch im Vorzelt mit einem Bekannten Enten-Bilder von vor vielen Jahren betrachtet und über Gott und die Welt geredet, und dann war der Samstag auch gelaufen. Sonntag – ein schöner Tag. Die Sonne scheint, alles ist weiss, ich bin früh auf, mache mich auf zur nächsten Fotoserie. Doch was ist draussen los? Die schicke „Osterente“ des Veranstalters rollt hupend über die Wege, diesmal sogar mit toll geschmücktem Anhänger und: 2 Osterhasen! Einer männlich, einer weiblich, der weibliche ist braun und der männliche ist……pink! Nee watt süß ! In bester Laune, und warscheinlich mit viel Kaffe im Bauch springen und tanzen die Häschen über den Platz und verteilen die obligatorischen bunten Ostereier! Und wer noch schläft, der wird mit Besuch im Zelt geweckt *grins* ich habe mich totgegrinst und die Kamera hatte Futter! Anschliessend dann Frühstück, abbauen und Heimreise im Sonnenschein! (Das Sonntags-Programm mit Tombola konnte mich jetzt leider nicht mehr reizen). Diesmal war auch kein Stau, nur die Acadiane musste hart ran, Windschatten gabs keine, und da zog sie sich halt 10 Liter auf 100km rein….aber tapfer gekämpft hat sie ! Fazit: Die Wetter-Situation war wirklich sehr Schade. Die Veranstalter haben sich derartig ins Zeug gelegt und ein absolut super Treffen organisiert. Schon allein die Begrüßungstüten mit Aufdruck und die darin enthaltenen Frühstückbrettchen mit Grafiken zum 30. RoBü Treffen waren super. Dazu noch kostenlos Glühwein und Punsch, sowie ausreichend große und beheizte Zelte wo man sich aufhalten konnte. Man hat sich wirklich sehr viel Mühe gegeben. Danke nach Braunschweig! Text und Bilder: Dirk aus Coesfeld, www.2CVweb.de |
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