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Der kleine
Rundbrief für Citroën-Freunde
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(Artikel auch erschinen in der Tauberzeitung vom 21.8.2008) |
Bremen/Weikersheim Die „Tauber-Enten“, ein lockerer Zusammenschluss von 2 CV-Fans im Main-Tauber-Kreis, werden das nächste internationale Deutschlandtreffen der Freunde des 2 CV ausrichten. Die Entscheidung fürs Taubertal fiel beim dritten Deutschlandtreffen, das im Sommer 2008 in der Nähe von Bremen stattfand. Austragungsort des im August 2010 stattfindenden Treffens im Taubertal wird der Zivilbereich des Flugplatzes Niederstetten sein. Nach der erfolgreichen Bewerbung machten die in Bremen anwesenden fünf „Tauber-Enten“ bereits am eigenen „DET“-Stand – das Kürzel fürs Deutschland-Enten-Treffen hat sich inzwischen in der Szene eingebürgert – kräftig Werbung für die Tauberregion. Die hatte Erfolg: die Truppe kam – nach Veranstaltung einer 800 Kilometer langen „Raid“ durch Deutschland vom Bremer Treffen zum vorherigen Austragungsort ins saarländische Kirkel – bereits mit über 30 Voranmeldungen aus vier Nationen fürs Treffen im Jahr 2010 wohlbehalten in heimische Gefilde zurück. Niederstetten kann schon jetzt gut 70 Touristen und 300 zusätzliche Übernachtungen fürs Jahr 2010 einplanen. Darunter ist auch Osmo Aulamo aus Finnland, der sich sein Ticket als erster sicherte. Er dürfte wohl wieder der Gast mit der weitesten Anreise sein. In Bremen, wo die Veranstalter insgesamt 530 teilnehmende Fahrzeuge aus 14 Nationen registrierten, waren die Voranmeldungen weit schleppender angelaufen. Dort hatten sich bis zur Öffnung des Platzes insgesamt nur 150 Crews vorab fürs Treffen angemeldet. Den frühen Run auf die Teilnahme-Tickets führen Inge Braune und Michael Schneider-Braune, die Organisatoren der Bremer Bewerbung, auf großzügige Unterstützung aus der Region zurück. Werbe- und Kartenmaterial steuerte Jochen Müssig von der Touristikgemeinschaft Liebliches Taubertal bei. Auch die Markelsheimer Weingärtnergenossenschaft und der Arbeitskreis „Ferien auf dem Lande“ halfen mit, so dass das Tauber-Team bei der „Degustation“, der DET-Probe-Verköstigung durch die regionalen Clubs, die Region ins rechte Licht setzen konnte. „Grünkern und Tauberschwarz haben die Besucher des Bremer DET auf den Geschmack gebracht“, kommentiert Ingo Bauer vom Bremer Orga-Team. Horst Dumele vom Vorstand des deutschen 2 CV-Dachverbandes CCRR verweist auf die aussagekräftige Präsentation des Vorhabens und der Region in Wort und Bild, mit der die „viereinhalb Tauber-Enten“ (Inge Braune und Michael Schneider-Braune aus Weikersheim, Martina, Michael und der 6-jährige Andre Schäfer aus Schweinfurt) für das Projekt „DET im Taubertal“ warben. Niederstettens Bürgermeister Rüdiger Zibold gratulierte telefonisch zur Wahl. Herbert Lill, Geschäftsführer des Niederstettener Flugplatzes, hält das Niederstettener Flughafen-Gelände für sehr geeignet und erinnert an das Käfertreffen, das hier vor etlichen Jahren stattfand. Bei Gesprächen im Vorfeld zeigte sich auch Landrat Reinhard Frank für die Idee sehr aufgeschlossen. Entenfahrer sind, wie die Erfahrung zeigt, nicht nur mobil, sondern auch für sanften Tourismus aufgeschlossen. Vorrangig natürlich um die „Ente“, aber eben auch um die Region geht es den Weikersheimer Veranstaltern, die auf enge Kooperation mit lokalen Anbietern setzen. Beim „DET-Regionaltag“ können sich Direktvermarkter, Gastronomie, Beherbergungsbetriebe sowie regionale Agrar- und Gewerbebetriebe vorstellen. Wichtig ist den Veranstaltern außerdem, beim „Markt der Möglichkeiten“ auch zu vermitteln, was die Region in Sachen Kultur zu bieten hat. Das Niederstettener Tempele-Theater, die Röttinger Festspiele, die Jeunesses Musicales, die kommunalen Kulturprogramme und viele freie Theatergruppen und Jugendprojekte dürften sprichwörtlich für jeden Geschmack etwas bieten. Auch anderweitig interessierte Gästen dürften hier reichlich Anregungen finden, so die freie Journalistin Inge Braune, die auch regionalen Vorzeigeprojekte wie der Alten Schule Niederstetten, dem „Creglinger SoFa“ oder dem Creglinger Jugendstrafvollzugs-Modellprojekt „Chance“ gern Präsentationsmöglichkeiten einräumen möchte. Zum regionalen Ideenfundus, mit dem das Obere Taubertal punkten kann, zählt für die Veranstalter auch das Regionalgeld „Tauber-Franken“. Folgerichtig soll die Komplementärwährung auch auf dem Platz als zweites Zahlungsmittel genutzt werden. Aufsehen erregen dürfte das dann vierte internationale Deutschlandtreffen der 2 CV-Fans allemal: Etliche Sondermodelle der Saarländer „Action Ent’s“ werden sich auf den Weg nach Niederstetten machen, um die Enten-Vielfalt möglichst bunt vor Augen zu führen. Dabei sein dürfte sicherlich die im Eigenbau speziell verschlankte Ente, bekannt als „Schmaler Hans“; auch die „Feuerente“ mit ihrer Schwenkleiter dürfte auf dem Platz zu bewundern sein. „Die Ente ist nicht einfach ein Auto, sondern Ausdruck des Lebensgefühls einer ganzen Generation, die auch Deutschland verändert hat,“ so Ronny Reichert, Gründer der „Action Ent’s“. 2004 war Reichert Hauptmacher des zweiten DET, derzeit setzt er sich gemeinsam mit dem Club für den Aufbau eines Entenmuseums im Saarland ein. „Wir haben aus Bremen einen Arbeitsauftrag mitgebracht“, sagt Michael Schäfer: „Damit das Treffen ein Erfolg für die Region werden kann, brauchen wir natürlich auch viel Hilfe aus der Region.“ Das weiß auch der Stammtisch der Tauber-Enten. Der Schäftersheimer Enten-Freund Friedrich-Wilhelm Summa brachte es auf den Punkt: „Wir freuen uns auf die Herausforderung.“ Inge Braune |
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